Kiwi Experience

Hallo Freunde!
So schnell schließt sich der Kreis – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit meiner Rückkehr nach Christchurch endet meine knapp vierwöchige Neuseelandreise.
Doch zuvor ein ganz interessanter Fakt über Auckland: es leben 4,5 Mio Menschen in Neuseeland. Davon 1,5 Mio in Auckland. Sprich: Jeder Dritte Kiwi lebt in der Großstadt an der Nordküste der Nordinsel. Außerdem: Es leben nur 800.000 Kiwis auf der Südinsel, wovon 450.000 in Christchurch leben.
Die Reise von Auckland zurück nach Wellington auf der Nordinsel werde ich sicher nicht so schnell vergessen.
Dieser Reiseabschnitt begann mit einem Stopp am bekannten Hot Water Beach an der Nordküste. Hier haben wir uns unsere eigenen Spa Pools am Strand gegraben. Das Wasser welches auf natürliche Art und Weise auf über 65 Grad erhitzt wird muss mit kaltem Wasser des Meeres vermischt werden, andernfalls verbrennt man sich im Pool. Wirklich eine einmalige Erfahrung.
Tags darauf ging es nach Waitomo. Dieses kleine Örtchen ist bekannt für sein unterirdisches Höhlensystem. Die beste Art dieses zu erkunden ist mit dem berühmten Black Water Rafting, welches dort als geführte Tour angeboten wird. Der 5 stündige Trip unter Tage begann, ausgestattet mit Schwimmanzug, Helm und Kopflampe, mit dem Abseilen aus 35 Metern Höhe, direkt in die Höhle. Dort angekommen haben wir unseren Weg durch das Höhlensystem gemacht. Es wurde geklettert, Wasserfälle runtergesprungen, auf Schwimmreifen auf dem Fluss, der sich über Jahre einen Weg durch die Höhlen geformt hat, getrieben und durch enge Passagen geklettert. Alles unter Tage. Das einzige Licht was wir hatten, haben uns unsere Stirnlampe gespendet. Während all diesen Aktivitäten konnte man blau leuchtende Glühwürmchen an den Decken der Höhlen bestaunen. Ein tolles Erlebnis.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Rotorua, bekannt durch die Hohe Population an Maori (indigenes Volk Neuseelands), sowie geothermischer Hotspot der Nordinsel. Die vielen natürlichen Pools die brodeln und dampfen stoßen Schwefel aus. Dieser sorgt für den Gestank nach faulen Eiern, den man häufig in die Nase bekommt, wenn man sich hier aufhält. Die stinkende Stadt Rotorua. Am Abend haben wir eine Show der Maori besucht, bei der uns deren Kultur näher gebracht und einige Maori Tänze (u. A. Haka) aufgeführt wurden. Highlight des Abends war das gemeinsame Abendessen welches auf Maori Art zubereitet wurde: Fleisch und Gemüse wurde 5 Stunden unter Erde im natürliches Wasserdampf gegart.
Nach gutem Dinner ging es morgens, nach einer Führung durch den Geothermal Park der Stadt, bei der wir in einem der Pools hart gekochte Eier zum Frühstück zubereitet haben, weiter südlich nach Taupo, der Stadt am größten See Neuseelands, Lake Taupo. Dieser ist durch eine riesige Vulkanexplosion vor einigen tausend Jahren entstanden. Der Krater hat sich dann über Jahre mit Wasser gefüllt und entspricht heute der Fläche Singapurs. Einige Stunden nach Ankunft war es dann so weit. Der Skydive stand bevor. Mehr als 30.000 Skydives jährlich machen Taupo die Skydive-Hauptstadt der Welt. Nach 20 minütigem Flug über Taupo bin ich dann mit meinem Partner aus knapp 4000 Metern Höhe aus dem Flugzeug gesprungen. Ein unglaubliches Erlebnis und die mit Abstand verrückteste Erfahrung in meinem Leben und somit Highlight meiner Reise.
Tag zwei in Taupo begann schon um 5 Uhr. Es stand die 10-stündige Wanderung durch den Tongariro National Park (viertältester NP der Welt), Heimat des aus der Herr der Ringe bekanntem Mount Doom (eigentlicher Name: Mount Ngauruhoe), an. Diese knapp 20km lange Wanderung und speziell das Besteigen des Mount Dooms war die größte körperliche Herausforderung meines Lebens, dafür aber auch die mit ABSTAND beeindruckendste Wanderung in meinem Leben und das wird sie wohl noch lange bleiben. Sowas hab ich noch nicht gesehen. Nicht umsonst gehört dieser Tagestrip zu den 10 spektakulärsten der Welt! Hier wandert man durch eine beeindruckende Vulkanlandschaft (Mordor in Herr der Ringe). Mit Mount Doom habe ich einen 2300m hohen Vulkan bestiegen, der in den 90ern das letzte Mal ausgebrochen ist. Wirklich ein komisches Gefühl auf der Vulkanasche bzw. Vulkangestein, welches vor ein paar Jahren aus dem Krater des Vulkans herausgeschleudert wurde, herumrumzuwandern.
Nach 2 unglaublichen Tagen in Taupo ging es dann am 17. Mai weiter südlich. Auf dem Weg nach Wellington stand der Stopp in River Valley auf dem Programm. Dieser Spot ist bekannt für seine steilen Schluchten und die damit perfekten Bedingungen für das White Water Rafting. Über 10km ging es auf dem Raft mit 3 weiteren Leuten plus Tourguide flussabwärts. Habe ich noch nie gemacht und war wirklich ein tolles Erlebnis.
Nach einer Nacht dort ging es am nächsten Tag weiter nach Wellington, die Hauptstadt Neuseelands. Wirklich ein nettes Städtchen mit viel Charakter. Nach Besuch im Te Papa (Nationalmuseum) und einer weiteren Nacht im Hostel stand dann die Fährüberfahrt auf die Südinsel auf dem Programm. Nach nur 2 Stunden Schlaf und Hangover kein Vergnügen. Habe aber auch nichts verpasst, da ich ja schon den selben Cruise von Süd- zur Nordinsel vor ein paar Tagen absolviert habe.
Zurück auf der Südinsel war die erste Station das Örtchen Kaiteriteri, am bekannten Abel Tasman National Park. Nach kleiner Wanderung und nur einer Nacht ging es an die beliebte Westküste der Südinsel. Erster Stopp war die alte Goldminenstadt Westport. Hier wurde abends ein kleiner Pubcrawl mit der ganzen Bustruppe organisiert.
Tags darauf ging es weiter an der Küste entlang zum Lake Mahinapua. Hier fand die legendäre Kostümparty statt mit anschließender Prämierung. Motto war Plastik. Die Gewinnerin hat einen Bungy Sprung in Queenstown im Wert von 200$ gewonnen. Leider konnte ich mit meinem Auftritt als Gay-Moses nicht punkten.
Nächster Stopp war dann Franz Josef. Trotz seiner kleinen Einwohnerzahl von 200, einer der bekanntesten Orte an der Westküste. Grund dafür ist der Gletscher, der direkt an den Regenwald grenzt. Einzigartige Landschaft und Gebirgszüge gibt es hier zu bestaunen. Da es hier so viel zu entdecken gibt, wurden hier 2 Nächte verbracht. An einem meiner 2 Tage hier habe ich die 18km lange Wanderung zum Alex Knob (1300m) gemacht. Von hier hat man perfekte Sicht auf die Küste, Franz Josef und das wichtigste – den Gletscher. Hat sich richtig gelohnt. Auf dem Gipfel haben wir sogar einen Kea (Neuseeländischer Bergpapagai) während unserer Lunchpause zu Gesicht bekommen. Beeindruckend!
Nach 2 Tagen Franz Josef ging es weiter Richtung Queenstown. Doch bevor es soweit war, wurde ein Stopp in Wanaka eingelegt. Atemberaubende Landschaft, auch bekannt aus Herr der Ringe.
Mein letzter Stopp vor der Rückkehr nach Christchurch war dann Queenstown, „Adventure Capital of the World“. AJ Hackett hat hier den ersten Bungy Jump der Welt eröffnet. Diesen haben wir vor Ankunft in Queenstown auch besucht. Dieser ist „nur“ knapp 50m hoch. Es gibt außer dem noch 2 weitere. Einer davon ist der Nevis Bungy. Ein Sprung aus 134m in die Schlucht des Nevis Rivers. Dieser ist der dritthöchste Bungy weltweit. Leider hat mein Geld nicht mehr ausgereicht, mir diesen Sprung zu leisten. Die 250$ für einen Freefall finde ich aber auch leicht überteuert.
So, das waren meine letzten 2 Wochen im groben Schnelldurchlauf. Über meinen ersten Reiseabschnitt von Christchurch nach Auckland habe ich ja schon zuvor berichtet. Es gibt wirklich viel zu erzählen und tolle Fotos zu zeigen. Werde noch eine kleine Auswahl hochladen, sobald ich vernünftiges Internet und Zeit habe. Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Busticket, das ich gebucht habe, sich wirklich gelohnt hat. Habe eine tolle Zeit verbracht, auch wenn sehr teuer, da Touritrip und ich nicht unabhängig war, wie ich es in Australien gewohnt war. 3,5 Wochen Neuseeland für Nord- und Südinsel sind schon knapp geplant und das hätte ich nicht stressfrei geschafft, wäre ich mit Auto selbst gefahren. Habe einen sehr guten Überblick gewonnen und werde sicher nochmal zurückkehren für genauere Erkundungen und vielleicht zum Arbeiten.
Morgen geht es dann von dem ca 0 Grad kalten Neuseeland weiter auf die 30 Grad wärmeren Fidschi-Inseln. Dort werde ich 5 Tage bei einer einheimischen Familie, die mich über Couchsurfing eingeladen hat, leben und hoffentlich die Kultur etwas näher kennenlernen. Hoffentlich werde ich nicht aufgegessen, bin aber guter Dinge.
Am 2. Juni geht es dann weiter nach Kalifornien wo ich dann mit meinem Dad Bärbel und Christoph besuchen werde und die Westküste der USA etwas kennenlernen kann. Es ist noch nicht vorbei!
Bis bald,

Max

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Kategorien: Neuseeland | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Kiwi Experience

  1. paula

    Wow das ist alles so aufregend. .. wenn ich lese was du schreibst bin ich immer total gefesselt und irgendwie mitten drin… genieß noch die letzten tage!
    Ich freue mich unglaublich auf den 3.7. :-))
    Kuss!

  2. juttaww

    ja, Paula hat recht. Du hast wieder viele, viele Abenteuer und Nervenkitzel erlebt und Eindrücke gesammelt die Dir keiner mehr nimmt, wahnsinn!!!!!
    Du wirst ja noch ein richtiger „Wanderer!“ 😀
    Bin echt total auf die vielen Bilder gespannt.
    Freu mich aber auch unendlich wenn Du wieder zu Hause bist. Fee streicht die Tage schon ab!!!! 😉
    HDGDL Mom

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