Road Trippin‘ California

Hallo Freunde!

Unser Roadtrip durch den Südwesten der Vereinigten Staaten ist schon beendet. Nach insgesamt gut 4.000 gefahrenen Kilometern sind wir am Sonntag Abend wieder bei Bärbel und Christoph in San José angekommen.

Trotz der nur kurzen Zeit von 10 Tagen, die wir uns für diesen Trip vorgenommen haben, haben wir reichlich gesehen. Von weltberühmten Großstädten, über tolle Küstenlandschaften, sowie atemberaubende Nationalparks und ländliche Gegenden, wie man sie aus Western-Filmen kennt. Und das alles in unserem Mustang, von dem wir uns am Dienstag schweren Herzen getrennt haben.

Nach Aufbruch am Donnerstag, 6.6., in San José führte uns der bekannte Küstenfreeway #1 zum Ort, an dem laut Statistik die glücklichsten Menschen der USA leben – San Luis Obispo (B). Der Besuch auf dem wöchentlichen Famer’s Market im Zentrum dieses Ortes hat uns auch direkt den Beweis geliefert. Wir haben wirklich nur glückliche uns zufriedene Menschen gesehen. Ein Ort, an dem man es aushalten kann.

Direkt am zweiten Tag ging es dann auch schon nach Los Angeles (C), nach New York die zweitgrößte Stadt der USA. Doch davor wurde bei dem bekannten Malibu Beach, Santa Monika, sowie Venice Beach Stopp gemacht. Schon bei der Anreise zur Großstadt über den Highway wurden wir Zeuge der „Glocke aus Smog“, die über der Stadt und im Umkreis liegt. Die Luft hier ist extrem verschmutzt. Grund dafür ist das mangelhafte öffentliche Verkehrsnetz, welches die Bevölkerung dazu zwingt, das eigene Auto zu nutzen, anstatt mit Bus oder Bahn zu fahren. Dadurch entsteht natürlich ein riesiges Verkehrschaos, welches ein weiteres großes Problem der Stadt darstellt. Angekommen im Hotel in Downtown, haben wir erstmal die Umgebung zu Fuß erkundschaftet und uns etwas zu Essen besorgt. Anschließend ging es zum berühmten Staples Center, wo die LA Lakers ihre Spiele abhalten. Vor einem der Clubs an denen wir vorbeigelaufen sind hat Martin dann auch noch Demi Moore gesehen. Aber das war nicht alles… Bei einem anschließenden Blick in den höchsten Stock im noblen Ritz Carlton Hotel, haben wir uns fast als Gast bei der Privatparty vom österreichischen Sternekoch Wolfgang Puck reingeschmuggeln können. Und das mit unseren „Straßenpenneroutfits“. Nach einigen unglaubwürdigen Blicken haben wir dann aber auch schnell Kehrtwende gemacht. Das Highlight des Abends stand aber noch aus. Mitten in der Nacht standen wir an einer Kreuzung am Ritz Carlton gegenüber eines Kinokomplexes und haben einige „interessante“ Menschen beobachtet. Plötzlich kommen 3 schwarze SUV’s an uns vorbeigerauscht, von einigen Polizeimotorrädern eskortiert in die Tiefgarage des Nobelhotels. Meine ersten Worte zu Martin: „Das war doch Morgan Freeman in einem der SUV’s, der hat eine Zigarre geraucht.“ Einige Sekunden später haben wir erfahren, dass Präsident Obama in der Stadt sei. Daraufhin war uns klar, dass es sich hierbei nicht um Morgan Freeman gehandelt hatte.

Am nächsten Tag stand dann der große Touritrip durch LA an. Erste Station war das berühmte Getty Museum, wo unzählige Schätze mit besonderem historischem Wert ausgestellt werden. Nach etwas Kultur am Morgen ging es auch schon in das Wohnviertel der Reichen und Berühmten – Beverly Hills und zum berühmten Rodeo Drive, eine der teuersten Einkaufsmeilen der Welt. Hier stehen Autos wie beispielsweise der Bugatti Veron Bijan Pakzad Edition. Anschließend konnten wir uns von der Größe LA’s bei der Aussicht vom Griffith Observatory überzeugen. Von hier hatten wir auch Blick auf den berühmten Hollywood-Schriftzug. Danach ging es auch nach Hollywood u. A. auf den Walk of Fame. Erschlagen von den Eindrücken (guten, wie schlechten) dieser Großstadt, die wirklich schwer in Worte zu fassen sind, ging es dann zurück ins Hotel.

Los Angeles sollte dann erstmal unser letzter Stopp in Küstennähe gewesen sein. Denn am Sonntag, ging es mit der Fahrt nach Palm Springs ins Landesinnere. Obwohl hier jährlich Spring Break gefeiert wird, ist es ein bekannter Rückzugsort für Einwohner LA’s, die dem Großstadttrubel für ein paar Tage entkommen möchten. Hier konnten auch wir nach zwei Tagen Los Angeles gut abschalten.

Mit der Fahrt am Montag durch den Joshua Tree National Park, sowie die Mojave Wüste, bei der das Thermometer auf über 46 Grad Celsius kletterte, kamen wir dem nächsten Highlight immer näher: Las Vegas. Mitten in der Wüste Nevadas wurde diese künstliche Oase errichtet, die durch den Bau des Hoover-Staudamms 1931 bis 35, sowie Legalisierung des Glücksspiels in Nevada und den Bau von Kasinos und Hotels einen mächtigen Aufschwung erlebte. Heute wird die Millionenstadt von 39 Millionen Touristen jährlich besucht. Nach Check-In im Hotel New York New York, das ganz im Stil der Großstadt an der Ostküste gehalten wird, ging es auf den berühmten Las Vegas Strip, auf dem sich der Großteil der Hotels und Casinos befindet. Wirklich komplett irre, was hier abgeht. Man fühlt sich wie in einer Traumwelt und es dauert einige Zeit, um das Ganze zu realisieren. Las Vegas wird auch Sin City (Stadt der Sünden) genannt. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Man läuft von einer Kunstwelt in die nächste. Es explodieren Vulkane, dann wird ein Piratenschiff gekentert und 2 Minuten später steht man vor einem 164 Meter hohen Eifel Turm oder einer nachgebauten ägypthischen Sphynx. Man muss wirklich hier gewesen sein, um das zu begreifen.

Zwei beeindruckende Tage Las Vegas wurden am Mittwoch mit der abschließenden Besichtigung des Hoover-Staudamms beendet. Anschließend ging es, entlang am Grand Canyon und über die historische Route 66, zu dem gemütlichen Country-Ort Williams, 60 Meilen entfernt vom Haupteingang des Grand Canyons. Hier kann man bei Countrymusik und einem Bier und Steak optimal abschalten.

Am 13. ging es also weiter zum beeindruckenden Grand Canyon, welcher zu einer der großen Naturwundern der Erde gehört. Ein Werk der Natur, welches über Millionen von Jahre erschaffen wurde. Der Tag war klar und wir hatten super Aussichten über die Schluchten des Grand Canyon. Von den südlichen Klippen zum Grund des Canyons bis zum Colorado River, der durch den Canyon fließt, sind es über 1500 Meter.

Unser eigentlich nächstes Ziel war der Lake Powell und die benachbarte Stadt Page. Doch dieses mussten wir von unserer Liste streichen, nachdem wir von der Sperrung der Straße (aufgrund eines Erdrutsches) die zu diesem Ort führt, erfahren haben. Wir mussten umplanen und so führte uns die Reise nach Kanab in Utah. Auch hier fühlten wir uns vom ersten Moment an sehr heimisch. Eine tolle ländliche Kulisse bekommt man hier geboten, umgeben von Bergketten.

Der darauffolgende Tag führte uns einmal mehr nach Las Vegas. Doch dieses mal haben wir uns in einem Entspannungshotel niedergelassen und den Rest des Tages am Pool verbracht. Tat auch mal wieder gut nach den etlichen Kilometern, die wir in kürzester Zeit zurück gelegt hatten.

Am vorletzten Tag hatten wir einmal mehr eine lange Fahrt vor uns . Früh morgens ging es von Vegas in Richtung Death Valley. Das Tal des Todes ist eines der trockensten Gegenden der Welt und liegt am tiefsten Punkt 86 Meter unter dem Meeresspiegel – Negativrekord in den USA. Durch die Hitze und vor allem Dürre haben es jegliche Lebewesen sehr schwer zu überleben. Es ist nicht möglich hier länger zu wandern. Selbst nach einem kurzen Marsch ist man erschöpft. Die Fahrt durch diesen Park hat vielleicht 2 Stunden gedauert und wir haben kein einziges Lebewesen, abgesehen vom Menschen dort gesehen. Einfach tot. Übernachtet haben wir in Bishop direkt östlich der Sierra Nevadas.

Unsere letzte Station war der bekannte Yosemite National Park. Ein Naturspektakel. Es ist schön zu sehen, wie sich die Vegetation ins krasse Gegenteil verändert von Death Valley zum Yosemite. Man sieht tolle Gebirgszüge, Wasserfälle und klares Wasser in Seen und Flüssen, die zum Baden einladen. So stellt man sich Nordamerika vor.

Nach diesem Roadtrip stand erstmal ein Tag Entspannung bei Bärbel und Christoph auf dem Programm. Am Dienstag ging es für einen Tag ins 50 Meilen nördliche San Francisco. Mittwochs waren konnten wir Wale in Monterey beobachten.

Am gestrigen Morgen haben wir Martin zum Flughafen gebracht. Er tritt die Heimreise schon wieder an. Ich darf noch weitere 10 Tage hier verbringen und freue mich wieder sehr auf zu Hause!

Bis bald,

Max

Advertisements
Kategorien: Kalifornien/USA | 3 Kommentare

Beitragsnavigation

3 Gedanken zu „Road Trippin‘ California

  1. juttaww

    sehr, sehr geile Bilder….. ;D

  2. juttaww

    und wie ich mich erst freue!!!!1
    >3

  3. juttaww

    ich kann es gar nicht glauben……… nur noch 4 Tage.
    😀 😀 😀 😀

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: