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Road Trippin‘ California

Hallo Freunde!

Unser Roadtrip durch den Südwesten der Vereinigten Staaten ist schon beendet. Nach insgesamt gut 4.000 gefahrenen Kilometern sind wir am Sonntag Abend wieder bei Bärbel und Christoph in San José angekommen.

Trotz der nur kurzen Zeit von 10 Tagen, die wir uns für diesen Trip vorgenommen haben, haben wir reichlich gesehen. Von weltberühmten Großstädten, über tolle Küstenlandschaften, sowie atemberaubende Nationalparks und ländliche Gegenden, wie man sie aus Western-Filmen kennt. Und das alles in unserem Mustang, von dem wir uns am Dienstag schweren Herzen getrennt haben.

Nach Aufbruch am Donnerstag, 6.6., in San José führte uns der bekannte Küstenfreeway #1 zum Ort, an dem laut Statistik die glücklichsten Menschen der USA leben – San Luis Obispo (B). Der Besuch auf dem wöchentlichen Famer’s Market im Zentrum dieses Ortes hat uns auch direkt den Beweis geliefert. Wir haben wirklich nur glückliche uns zufriedene Menschen gesehen. Ein Ort, an dem man es aushalten kann.

Direkt am zweiten Tag ging es dann auch schon nach Los Angeles (C), nach New York die zweitgrößte Stadt der USA. Doch davor wurde bei dem bekannten Malibu Beach, Santa Monika, sowie Venice Beach Stopp gemacht. Schon bei der Anreise zur Großstadt über den Highway wurden wir Zeuge der „Glocke aus Smog“, die über der Stadt und im Umkreis liegt. Die Luft hier ist extrem verschmutzt. Grund dafür ist das mangelhafte öffentliche Verkehrsnetz, welches die Bevölkerung dazu zwingt, das eigene Auto zu nutzen, anstatt mit Bus oder Bahn zu fahren. Dadurch entsteht natürlich ein riesiges Verkehrschaos, welches ein weiteres großes Problem der Stadt darstellt. Angekommen im Hotel in Downtown, haben wir erstmal die Umgebung zu Fuß erkundschaftet und uns etwas zu Essen besorgt. Anschließend ging es zum berühmten Staples Center, wo die LA Lakers ihre Spiele abhalten. Vor einem der Clubs an denen wir vorbeigelaufen sind hat Martin dann auch noch Demi Moore gesehen. Aber das war nicht alles… Bei einem anschließenden Blick in den höchsten Stock im noblen Ritz Carlton Hotel, haben wir uns fast als Gast bei der Privatparty vom österreichischen Sternekoch Wolfgang Puck reingeschmuggeln können. Und das mit unseren „Straßenpenneroutfits“. Nach einigen unglaubwürdigen Blicken haben wir dann aber auch schnell Kehrtwende gemacht. Das Highlight des Abends stand aber noch aus. Mitten in der Nacht standen wir an einer Kreuzung am Ritz Carlton gegenüber eines Kinokomplexes und haben einige „interessante“ Menschen beobachtet. Plötzlich kommen 3 schwarze SUV’s an uns vorbeigerauscht, von einigen Polizeimotorrädern eskortiert in die Tiefgarage des Nobelhotels. Meine ersten Worte zu Martin: „Das war doch Morgan Freeman in einem der SUV’s, der hat eine Zigarre geraucht.“ Einige Sekunden später haben wir erfahren, dass Präsident Obama in der Stadt sei. Daraufhin war uns klar, dass es sich hierbei nicht um Morgan Freeman gehandelt hatte.

Am nächsten Tag stand dann der große Touritrip durch LA an. Erste Station war das berühmte Getty Museum, wo unzählige Schätze mit besonderem historischem Wert ausgestellt werden. Nach etwas Kultur am Morgen ging es auch schon in das Wohnviertel der Reichen und Berühmten – Beverly Hills und zum berühmten Rodeo Drive, eine der teuersten Einkaufsmeilen der Welt. Hier stehen Autos wie beispielsweise der Bugatti Veron Bijan Pakzad Edition. Anschließend konnten wir uns von der Größe LA’s bei der Aussicht vom Griffith Observatory überzeugen. Von hier hatten wir auch Blick auf den berühmten Hollywood-Schriftzug. Danach ging es auch nach Hollywood u. A. auf den Walk of Fame. Erschlagen von den Eindrücken (guten, wie schlechten) dieser Großstadt, die wirklich schwer in Worte zu fassen sind, ging es dann zurück ins Hotel.

Los Angeles sollte dann erstmal unser letzter Stopp in Küstennähe gewesen sein. Denn am Sonntag, ging es mit der Fahrt nach Palm Springs ins Landesinnere. Obwohl hier jährlich Spring Break gefeiert wird, ist es ein bekannter Rückzugsort für Einwohner LA’s, die dem Großstadttrubel für ein paar Tage entkommen möchten. Hier konnten auch wir nach zwei Tagen Los Angeles gut abschalten.

Mit der Fahrt am Montag durch den Joshua Tree National Park, sowie die Mojave Wüste, bei der das Thermometer auf über 46 Grad Celsius kletterte, kamen wir dem nächsten Highlight immer näher: Las Vegas. Mitten in der Wüste Nevadas wurde diese künstliche Oase errichtet, die durch den Bau des Hoover-Staudamms 1931 bis 35, sowie Legalisierung des Glücksspiels in Nevada und den Bau von Kasinos und Hotels einen mächtigen Aufschwung erlebte. Heute wird die Millionenstadt von 39 Millionen Touristen jährlich besucht. Nach Check-In im Hotel New York New York, das ganz im Stil der Großstadt an der Ostküste gehalten wird, ging es auf den berühmten Las Vegas Strip, auf dem sich der Großteil der Hotels und Casinos befindet. Wirklich komplett irre, was hier abgeht. Man fühlt sich wie in einer Traumwelt und es dauert einige Zeit, um das Ganze zu realisieren. Las Vegas wird auch Sin City (Stadt der Sünden) genannt. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Man läuft von einer Kunstwelt in die nächste. Es explodieren Vulkane, dann wird ein Piratenschiff gekentert und 2 Minuten später steht man vor einem 164 Meter hohen Eifel Turm oder einer nachgebauten ägypthischen Sphynx. Man muss wirklich hier gewesen sein, um das zu begreifen.

Zwei beeindruckende Tage Las Vegas wurden am Mittwoch mit der abschließenden Besichtigung des Hoover-Staudamms beendet. Anschließend ging es, entlang am Grand Canyon und über die historische Route 66, zu dem gemütlichen Country-Ort Williams, 60 Meilen entfernt vom Haupteingang des Grand Canyons. Hier kann man bei Countrymusik und einem Bier und Steak optimal abschalten.

Am 13. ging es also weiter zum beeindruckenden Grand Canyon, welcher zu einer der großen Naturwundern der Erde gehört. Ein Werk der Natur, welches über Millionen von Jahre erschaffen wurde. Der Tag war klar und wir hatten super Aussichten über die Schluchten des Grand Canyon. Von den südlichen Klippen zum Grund des Canyons bis zum Colorado River, der durch den Canyon fließt, sind es über 1500 Meter.

Unser eigentlich nächstes Ziel war der Lake Powell und die benachbarte Stadt Page. Doch dieses mussten wir von unserer Liste streichen, nachdem wir von der Sperrung der Straße (aufgrund eines Erdrutsches) die zu diesem Ort führt, erfahren haben. Wir mussten umplanen und so führte uns die Reise nach Kanab in Utah. Auch hier fühlten wir uns vom ersten Moment an sehr heimisch. Eine tolle ländliche Kulisse bekommt man hier geboten, umgeben von Bergketten.

Der darauffolgende Tag führte uns einmal mehr nach Las Vegas. Doch dieses mal haben wir uns in einem Entspannungshotel niedergelassen und den Rest des Tages am Pool verbracht. Tat auch mal wieder gut nach den etlichen Kilometern, die wir in kürzester Zeit zurück gelegt hatten.

Am vorletzten Tag hatten wir einmal mehr eine lange Fahrt vor uns . Früh morgens ging es von Vegas in Richtung Death Valley. Das Tal des Todes ist eines der trockensten Gegenden der Welt und liegt am tiefsten Punkt 86 Meter unter dem Meeresspiegel – Negativrekord in den USA. Durch die Hitze und vor allem Dürre haben es jegliche Lebewesen sehr schwer zu überleben. Es ist nicht möglich hier länger zu wandern. Selbst nach einem kurzen Marsch ist man erschöpft. Die Fahrt durch diesen Park hat vielleicht 2 Stunden gedauert und wir haben kein einziges Lebewesen, abgesehen vom Menschen dort gesehen. Einfach tot. Übernachtet haben wir in Bishop direkt östlich der Sierra Nevadas.

Unsere letzte Station war der bekannte Yosemite National Park. Ein Naturspektakel. Es ist schön zu sehen, wie sich die Vegetation ins krasse Gegenteil verändert von Death Valley zum Yosemite. Man sieht tolle Gebirgszüge, Wasserfälle und klares Wasser in Seen und Flüssen, die zum Baden einladen. So stellt man sich Nordamerika vor.

Nach diesem Roadtrip stand erstmal ein Tag Entspannung bei Bärbel und Christoph auf dem Programm. Am Dienstag ging es für einen Tag ins 50 Meilen nördliche San Francisco. Mittwochs waren konnten wir Wale in Monterey beobachten.

Am gestrigen Morgen haben wir Martin zum Flughafen gebracht. Er tritt die Heimreise schon wieder an. Ich darf noch weitere 10 Tage hier verbringen und freue mich wieder sehr auf zu Hause!

Bis bald,

Max

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Ein Stückchen „Heimat“

Es ist soweit!!! Ich  bin in Kalifornien. Es war etwas surreal als mir meine Tante dann plötzlich im Flughafen San Francisco gegenüber stand. Ein Tag später kam dann auch mein Dad noch dazu, den ich mit einem Sprung aus dem Nichts überrascht habe.

Die ersten Tage in Kalifornien haben wir etwas ruhig angehen lassen. Haben uns jetzt schon gut eingelebt. Die Temperaturen sind sehr angenehm, 27 Grad und klarer Himmel.

Heute war es dann so weit. Wir haben unseren Mietwagen am Flughafen San José abgeholt. Aus einem Jeep Liberty (den wir eigentlich online gebucht hatten) wurde dann kurzerhand ein Ford Mustang. Genau das richtige Gefährt für einen Roadtrip durch Kalifornien! 😉

Morgen Vormittag geht’s dann los!

Bis dann,

Martin&Max

PS: Wenn ihr Lust habt, schaut mal die letzten 4 Artikel an, habe einige Fotos hoch geladen!

Kategorien: Kalifornien/USA | 2 Kommentare

Fiji

Vor 2 Tagen ging es also weiter von Christchurch nach Nadi in Fiji. Eine einheimische Familie hat mich via Couchsurfing eingeladen bei ihnen zu bleiben und mich sogar vom Flughafen abzuholen.

Save, das Familienoberhaupt hat mich also schon am Flughafen erwartet. Bevor es jedoch zu ihm nach Hause ging, bin ich seiner Bitte, ihm doch 2 Flaschen Bounty Rum aus dem Duty Free Liquor Store vom Flughafen mitzubringen, nachgegangen. Save interpretiert das „Abholen“ vom Flughafen allerdings offensichtlich als Begleiten zu einem der überteuerten Airport Taxis welches einer seiner Freunde fahrt. Die Fahrt mit dem Taxi war im Endeffekt fast 10mal teurer als der öffentliche Bus. Zu Hause angekommen hat er mir halbherzig seine Familie vorgestellt. Insgesamt waren so circa 10 Menschen in einem kleinen Häuschen versammelt. Ich habe keinen ihrer Name behalten. Kurz darauf wurde ich zum taeglichen Gebet der Familie eingeladen, welches jeden Abend um 7 Uhr stattfindet. In diesem Gebet wurde ich mit eingeschlossen und anschliessend nochmal öffentlich willkommen geheissen, was sehr schoen war. Save gab mir dann sogar auch fast den vollen Preis, den ich für den Rum gezahlt habe zurück, mit den Worten, er hat momentan nicht mehr, gibt es mir aber am nächsten Tag wieder (habe das Geld nicht wieder gesehen). Nach dem Gebet wurde ich dann nach meinem Budget gefragt und was ich bereit sei auszugeben für einen Inseltrip hier in Fiji. Save hat mir angeboten Trips für mich zu buchen, er arbeitet als Travel Consultant für das Unternehmen seines Bruders. Nach online Recherche am folgenden Tag hat sich herausgestellt, dass seine Preise überteuert waren. Aber das war mir im Vorhinein schon bewusst, da sich andere Couchsurfer davor schon über die überteuerten Preise beschwert hatten.

Am nächsten Tag bin ich mit ihm in einen Ort 20 minuten Entfernt seines Hauses gekommen. Dort wollte er seinen Onkel besuchen, der anscheinend einen Gerichtstermin hatte. Habe die Zeit in einem Internetcafé verbracht und anschliessend Lunch gehabt. Abends wurde wieder gebetet und wir haben gemeinsam zu Abend gegessen. Waehrend des Gebetes wurde auch gesungen, Save hat auf der Gitarre begleitet. War sehr nett. Das Wetter war an diesem Tag nicht anders als am Tag zuvor, schwarzer Himmel und Regen, Regen, Regen und Gewitter. Also nicht viel zutun.

Heute morgen habe ich mich von Save verabschiedet. Habe ihm ein Jackett, welches ich aus Christchurch habe, als Dankeschön geschenkt. Er hat sich sehr gefreut, mit den Worten: „Das kann man gut in der Kirche tragen.“

Insgesamt bin ich froh bei Save und Familie diese Erfahrung gemacht zu haben, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass er an mir als Person nicht interessiert war, sondern Touren verkaufen wollte, um Kommission dafür einzustecken. Das ist nicht der Sinn von Couchsurfing.

Bin jetzt übrigens in einem sehr netten Resort mit Pool und Frühstück. Das Bett im 4-Bett Zimmer kostet mich übrigens ganze 6,50 Euro. Haette wahrscheinlich kein schlechteres Timing für meine Woche in Fiji erwischen koennen. Laut Wetterbericht 1 Woche komplett Regen und Gewitter. Am Donnerstag soll es mal nicht regnen, vielleicht nutze ich den Tag für einen Tauchgang bevor es dann am Samstag weiter nach Kalifornien geht.

Liebe Grüsse,

Max

Kategorien: Fidschi | 3 Kommentare

Kiwi Experience

Hallo Freunde!
So schnell schließt sich der Kreis – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit meiner Rückkehr nach Christchurch endet meine knapp vierwöchige Neuseelandreise.
Doch zuvor ein ganz interessanter Fakt über Auckland: es leben 4,5 Mio Menschen in Neuseeland. Davon 1,5 Mio in Auckland. Sprich: Jeder Dritte Kiwi lebt in der Großstadt an der Nordküste der Nordinsel. Außerdem: Es leben nur 800.000 Kiwis auf der Südinsel, wovon 450.000 in Christchurch leben.
Die Reise von Auckland zurück nach Wellington auf der Nordinsel werde ich sicher nicht so schnell vergessen.
Dieser Reiseabschnitt begann mit einem Stopp am bekannten Hot Water Beach an der Nordküste. Hier haben wir uns unsere eigenen Spa Pools am Strand gegraben. Das Wasser welches auf natürliche Art und Weise auf über 65 Grad erhitzt wird muss mit kaltem Wasser des Meeres vermischt werden, andernfalls verbrennt man sich im Pool. Wirklich eine einmalige Erfahrung.
Tags darauf ging es nach Waitomo. Dieses kleine Örtchen ist bekannt für sein unterirdisches Höhlensystem. Die beste Art dieses zu erkunden ist mit dem berühmten Black Water Rafting, welches dort als geführte Tour angeboten wird. Der 5 stündige Trip unter Tage begann, ausgestattet mit Schwimmanzug, Helm und Kopflampe, mit dem Abseilen aus 35 Metern Höhe, direkt in die Höhle. Dort angekommen haben wir unseren Weg durch das Höhlensystem gemacht. Es wurde geklettert, Wasserfälle runtergesprungen, auf Schwimmreifen auf dem Fluss, der sich über Jahre einen Weg durch die Höhlen geformt hat, getrieben und durch enge Passagen geklettert. Alles unter Tage. Das einzige Licht was wir hatten, haben uns unsere Stirnlampe gespendet. Während all diesen Aktivitäten konnte man blau leuchtende Glühwürmchen an den Decken der Höhlen bestaunen. Ein tolles Erlebnis.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Rotorua, bekannt durch die Hohe Population an Maori (indigenes Volk Neuseelands), sowie geothermischer Hotspot der Nordinsel. Die vielen natürlichen Pools die brodeln und dampfen stoßen Schwefel aus. Dieser sorgt für den Gestank nach faulen Eiern, den man häufig in die Nase bekommt, wenn man sich hier aufhält. Die stinkende Stadt Rotorua. Am Abend haben wir eine Show der Maori besucht, bei der uns deren Kultur näher gebracht und einige Maori Tänze (u. A. Haka) aufgeführt wurden. Highlight des Abends war das gemeinsame Abendessen welches auf Maori Art zubereitet wurde: Fleisch und Gemüse wurde 5 Stunden unter Erde im natürliches Wasserdampf gegart.
Nach gutem Dinner ging es morgens, nach einer Führung durch den Geothermal Park der Stadt, bei der wir in einem der Pools hart gekochte Eier zum Frühstück zubereitet haben, weiter südlich nach Taupo, der Stadt am größten See Neuseelands, Lake Taupo. Dieser ist durch eine riesige Vulkanexplosion vor einigen tausend Jahren entstanden. Der Krater hat sich dann über Jahre mit Wasser gefüllt und entspricht heute der Fläche Singapurs. Einige Stunden nach Ankunft war es dann so weit. Der Skydive stand bevor. Mehr als 30.000 Skydives jährlich machen Taupo die Skydive-Hauptstadt der Welt. Nach 20 minütigem Flug über Taupo bin ich dann mit meinem Partner aus knapp 4000 Metern Höhe aus dem Flugzeug gesprungen. Ein unglaubliches Erlebnis und die mit Abstand verrückteste Erfahrung in meinem Leben und somit Highlight meiner Reise.
Tag zwei in Taupo begann schon um 5 Uhr. Es stand die 10-stündige Wanderung durch den Tongariro National Park (viertältester NP der Welt), Heimat des aus der Herr der Ringe bekanntem Mount Doom (eigentlicher Name: Mount Ngauruhoe), an. Diese knapp 20km lange Wanderung und speziell das Besteigen des Mount Dooms war die größte körperliche Herausforderung meines Lebens, dafür aber auch die mit ABSTAND beeindruckendste Wanderung in meinem Leben und das wird sie wohl noch lange bleiben. Sowas hab ich noch nicht gesehen. Nicht umsonst gehört dieser Tagestrip zu den 10 spektakulärsten der Welt! Hier wandert man durch eine beeindruckende Vulkanlandschaft (Mordor in Herr der Ringe). Mit Mount Doom habe ich einen 2300m hohen Vulkan bestiegen, der in den 90ern das letzte Mal ausgebrochen ist. Wirklich ein komisches Gefühl auf der Vulkanasche bzw. Vulkangestein, welches vor ein paar Jahren aus dem Krater des Vulkans herausgeschleudert wurde, herumrumzuwandern.
Nach 2 unglaublichen Tagen in Taupo ging es dann am 17. Mai weiter südlich. Auf dem Weg nach Wellington stand der Stopp in River Valley auf dem Programm. Dieser Spot ist bekannt für seine steilen Schluchten und die damit perfekten Bedingungen für das White Water Rafting. Über 10km ging es auf dem Raft mit 3 weiteren Leuten plus Tourguide flussabwärts. Habe ich noch nie gemacht und war wirklich ein tolles Erlebnis.
Nach einer Nacht dort ging es am nächsten Tag weiter nach Wellington, die Hauptstadt Neuseelands. Wirklich ein nettes Städtchen mit viel Charakter. Nach Besuch im Te Papa (Nationalmuseum) und einer weiteren Nacht im Hostel stand dann die Fährüberfahrt auf die Südinsel auf dem Programm. Nach nur 2 Stunden Schlaf und Hangover kein Vergnügen. Habe aber auch nichts verpasst, da ich ja schon den selben Cruise von Süd- zur Nordinsel vor ein paar Tagen absolviert habe.
Zurück auf der Südinsel war die erste Station das Örtchen Kaiteriteri, am bekannten Abel Tasman National Park. Nach kleiner Wanderung und nur einer Nacht ging es an die beliebte Westküste der Südinsel. Erster Stopp war die alte Goldminenstadt Westport. Hier wurde abends ein kleiner Pubcrawl mit der ganzen Bustruppe organisiert.
Tags darauf ging es weiter an der Küste entlang zum Lake Mahinapua. Hier fand die legendäre Kostümparty statt mit anschließender Prämierung. Motto war Plastik. Die Gewinnerin hat einen Bungy Sprung in Queenstown im Wert von 200$ gewonnen. Leider konnte ich mit meinem Auftritt als Gay-Moses nicht punkten.
Nächster Stopp war dann Franz Josef. Trotz seiner kleinen Einwohnerzahl von 200, einer der bekanntesten Orte an der Westküste. Grund dafür ist der Gletscher, der direkt an den Regenwald grenzt. Einzigartige Landschaft und Gebirgszüge gibt es hier zu bestaunen. Da es hier so viel zu entdecken gibt, wurden hier 2 Nächte verbracht. An einem meiner 2 Tage hier habe ich die 18km lange Wanderung zum Alex Knob (1300m) gemacht. Von hier hat man perfekte Sicht auf die Küste, Franz Josef und das wichtigste – den Gletscher. Hat sich richtig gelohnt. Auf dem Gipfel haben wir sogar einen Kea (Neuseeländischer Bergpapagai) während unserer Lunchpause zu Gesicht bekommen. Beeindruckend!
Nach 2 Tagen Franz Josef ging es weiter Richtung Queenstown. Doch bevor es soweit war, wurde ein Stopp in Wanaka eingelegt. Atemberaubende Landschaft, auch bekannt aus Herr der Ringe.
Mein letzter Stopp vor der Rückkehr nach Christchurch war dann Queenstown, „Adventure Capital of the World“. AJ Hackett hat hier den ersten Bungy Jump der Welt eröffnet. Diesen haben wir vor Ankunft in Queenstown auch besucht. Dieser ist „nur“ knapp 50m hoch. Es gibt außer dem noch 2 weitere. Einer davon ist der Nevis Bungy. Ein Sprung aus 134m in die Schlucht des Nevis Rivers. Dieser ist der dritthöchste Bungy weltweit. Leider hat mein Geld nicht mehr ausgereicht, mir diesen Sprung zu leisten. Die 250$ für einen Freefall finde ich aber auch leicht überteuert.
So, das waren meine letzten 2 Wochen im groben Schnelldurchlauf. Über meinen ersten Reiseabschnitt von Christchurch nach Auckland habe ich ja schon zuvor berichtet. Es gibt wirklich viel zu erzählen und tolle Fotos zu zeigen. Werde noch eine kleine Auswahl hochladen, sobald ich vernünftiges Internet und Zeit habe. Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Busticket, das ich gebucht habe, sich wirklich gelohnt hat. Habe eine tolle Zeit verbracht, auch wenn sehr teuer, da Touritrip und ich nicht unabhängig war, wie ich es in Australien gewohnt war. 3,5 Wochen Neuseeland für Nord- und Südinsel sind schon knapp geplant und das hätte ich nicht stressfrei geschafft, wäre ich mit Auto selbst gefahren. Habe einen sehr guten Überblick gewonnen und werde sicher nochmal zurückkehren für genauere Erkundungen und vielleicht zum Arbeiten.
Morgen geht es dann von dem ca 0 Grad kalten Neuseeland weiter auf die 30 Grad wärmeren Fidschi-Inseln. Dort werde ich 5 Tage bei einer einheimischen Familie, die mich über Couchsurfing eingeladen hat, leben und hoffentlich die Kultur etwas näher kennenlernen. Hoffentlich werde ich nicht aufgegessen, bin aber guter Dinge.
Am 2. Juni geht es dann weiter nach Kalifornien wo ich dann mit meinem Dad Bärbel und Christoph besuchen werde und die Westküste der USA etwas kennenlernen kann. Es ist noch nicht vorbei!
Bis bald,

Max

Kategorien: Neuseeland | 2 Kommentare

Neuseeland

Seit dem 1. Mai bin ich, gut 18.000km von Frankfurt entfernt, am komplett anderen Ende der Welt – in Neuseeland. Ich habe mir wirklich sehr viel von dieser Zwischenstation versprochen und wurde bisher nicht enttäuscht.

Nach einem 2,5 – stündigen Flug von Sydney bin ich am Mittwoch also in Christchurch (A) gelandet. Am Flughafen habe ich mich nach Bussen umgeschaut, die mich zur Bibliothek führen, denn dort würde mich mein Couchsurfing Host Mike um halb 5 nach der Arbeit abholen – so war es geplant. Doch es kam anders: Ich war nicht 5 Minuten aus dem Flieger, da stand Mike und 2 weitere deutsche Couchsurfer in der Einganstür zum Flughafen. Perfektes Timing. Ich war natürlich positiv überrascht. Das Wetter an diesem Mittwoch war perfekt, kein Wölkchen am Himmel. So wurde beschlossen das Banks Peninsula (B), ca 100km östlich von Christchurch zu besuchen und bewandern. So wurde mir die beeindruckende Landschaft Neuseelands direkt nach Ankunft am Flughafen präsentiert. In Gedanken war ich immer noch in der Großstadt Sydney.

Nach einem Abend in einer Art Open-Air Bar, wo das wöchentliche Couchsurfing Treffen Christchurchs stattfindet, wurde mir von meinem persönlichen Cityguide Mike die tragische Geschichte Christchurchs bei einem interessanten Stadtspaziergang nähergebacht. September 2010 ereignete sich hier ein schweres Erdbeben in der Region. Aus den darauffolgenden Beben, inbesondere dem im Februar 2011, entstanden verheerende Schäden und insgesamt 189 Menschen haben ihr Leben dabei verloren. 15.000 Häuser mussten geräumt werden. Diese sind heute immer noch leerstehend und verlassen. So wurden aus einigen Vororten gruselige Geisterstädte. Hochhäuser in der Innenstadt werden bis Februar nächsten Jahres komplett abgerissen sein. Im Sommer 2014 beginnt dann das Wiederaufbau – Projekt, welches Christchurch in 15 Jahren zu einer der modernsten Städte der Welt werden lassen soll. Im Moment sieht es aber stark nach einem Kriegsgebiet aus. Evakuierte Geschäfte wurden seit dem Beben vor 2 Jahren nicht mehr betreten, da sie einsturzgefährdet sind. So sieht man beispielsweise in Bäckereien, noch das Brot von vor 2 Jahren, oder im Kiosk an der Ecke die Zeitung von September 2010. Das Earthquake Museum in der Innenstadt erklärt die Tragödie um Christchurch sehr genau.

Am Freitag, 3. Mai, ging es dann das erste Mal auf Tour mit dem Kiwi Experience Bus. Habe mir ein Hop- on/ Hop-Off Ticket gebucht, womit ich alle Highlights der Nord- und Südinsel innerhalt 3,5 Wochen Aufenthalt in Neuseeland, gezeigt bekomme. So ging es an meinem ersten Tag von Christchurch nach Kaikoura (C), nördlich von Christchurch. Dieses Küstenörtchen ist bekannt für Wal- und Delfinbesichtigungen. Hier haben wir einige Delfine, sowie Seelöwen-Kolonien gesehen.

Am nächsten Tag führte mich der Kiwi Bus nach Picton (D), von wo ich die Fähre rüber auf die Nordinsel nach Wellington (E), die Hauptstadt Neuseelands, genommen habe. Der gut 3-stündige Cruise führt einen durch eine tolle Berglandschaft mit tollen Buchten, die von den Wassermassen über tausende von Jahren geformt wurden. Im Hostel eingecheckt, ging es kurz darauf auf einen kleinen Stadtspaziergang. Abends wurde ich auf eine Hausparty von dem Freund einer Engländerin, die ich im Kiwi Bus kennengelernt habe, eingeladen. War auch ganz nett.

Sonntags ging es dann von Wellington aus weiter nördlich nach Taupo, der Stadt am Lake Taupo (F), dem größten See Neuseelands, der durch eine Vulkanexplosion entstand. Taupo ist ebenfalls bekannt für Skydive (Tandemsprünge aus dem Flugzeug). Hier werden jährlich über 30.000 Skydives durchgeführt, was Taupo zur Skydive-Hauptsadt der Welt macht. Leider konnte ich keinen Skydive, aufgrund des schlechten Wetters, machen. Hier werde ich aber nächste Woche für 2 Tage zurückkehren und hoffe, dass das Wetter dann mitspielt. Außerdem liegt einer der drei ältesten Nationalparks der Welt hier in der Umgebung, der Tongariro Nationalpark. Einerseits bekannt für seine tollen Wanderungen, direkt um die aktiven Vulkane und andererseits auch bekannt durch die Herr der Ringe Triologie. Mordor liegt beispielsweise hier in diesem Nationalpark, aber auch viele weitere Szenen aus den Filmen wurden hier gedreht. Hoffentlich kann ich diese Wanderung also nächste Woche machen.

Nach einer Nacht in Taupo, sind wir am Montag dann in Auckland (G), der mit 1,5 Mio. Einwohnern größten Stadt Neuseelands angekommen. Hier leben bei einer Gesamtbevölkerung von 4,5 Mio., circa ein Drittel aller Kiwis (Spitzname der Neuseeländer). Übrigens: Auf der Südinsel (Fläche entspricht der von England) leben nur 1 Mio. Menschen. Leider hat es bei meiner Ankunft hier extrem geschüttet, sodass ich den Rest des Tages im Hostel verbracht habe.

Ganz anders heute, strahlender Sonnenschein und keine Wolke am Himmel. Perfektes Wetter um auf die Aussichtsplattform des Mount Eden zu Wandern. Von hier hatten wir einen spektakulären 360° Blick auf Auckland und Umgebung. Anschließend ging es in das Museum in Auckland, was wirklich sehr interessant und informativ war. Hier hat man unter anderem viel über die Entstehung Neuseelands und vulkanische Aktivitäten in der Umgebung erfahren.

Morgen geht es weiter nördlich nach Praihia (H) und zum Bay of Islands. Bin gespannt was mich dort erwartet. Danach geht es wieder Richtung Süden. Im zweiten Teil meiner Reise erwartet mich dann die spektakuläre Südinsel und deren Westküste. Am 26. Mai geht es dann von Christchurch aus weiter nach Fiji.

Cheers,

Max

PS: Fotos werde ich hochladen, sobald ich wieder anständiges Internet habe 😉

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Eine Woche in Cairns beim Nudisten

Hallo zusammen!

Nach einer Woche Cairns, die ich bei dem Nudisten Frank verbracht habe, bin ich heute morgen in Sydney gelandet und wieder bei meinem alten Freund Dan „eingezogen“. Diese Woche war wirklich eine neue und sehr spezielle Erfahrung, aber bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben. Zumal ich hier nicht schlecht gelebt habe. Frank hat ein kleines Apartment, 6km von Stadtzentrum, mit Pool, sowie heißem Whirlpool. Am ersten Tag hat mich Frank ein bisschen durch die Gegend kutschiert. Mit seinem Smart for two haben wir den Copperlode Dam, sowie die Crystal Cascades besichtigt. Abends sind wir dann zum französischen Filmabend in Cairns gegangen. Dieser wird traditionell von einem französischen Ehepaar ausgelegt. Nach einer kleinen Begrüßung mit Wein und Käse wurde dann ein französischer Film gezeigt – naja. Wein und Käse waren jedenfalls gut. Dienstags ging es für mich dann auf einem Catamaran raus ans Great Barrier Reef. Diesmal hatte ich wirklich Glück, die Bedingungen zum Tauchen waren optimal! So war es dem Skipper möglich, an die besten Riffe zu fahren. Dieser Trip hat sich wirklich gelohnt. Waren an 2 verschiedenen Riffen (Thetford Reef, sowie Flynn Reef), wo wir insgesamt 3 Tauchgänge absolviert haben. Es war wirklich fantastisch. Highlight war dann der letzte Tauchgang, bei dem wir einen Hai, sowie eine Schildkröte gesehen haben, die wir mit Korallen gefüttert haben, sodass sie unseren Handbewegungen gefolgt ist – war wirklich Wahnsinn. Das war auch schon mein 19ter Tauchgang. Die nächsten beiden Tage haben bei mir und einem weiteren deutschen Couchsurfer (Falko) schon um 4:30 begonnen. Grund: natürlich Champions League!! Was ein Hammer. Und ich bin in Australien. Meinem vorletzten Tag in Cairns habe ich am bekannten Trinity Beach verbracht. Gestern, an meinem letzten Abend, ging es dann mit Frank und Falko zum „German Club“, der immer Freitags auf hat. Hier gibt es deutsches Bier und deutsche Speisen. Nach 5 Maß hab ich den Kapellmeister dann lautstark am Mikrofon unterstützt. Frankie war begeistert. Nach 2 Stunden Schlaf ging es dann mit Kater ins Flugzeug nach Sydney. Werde mir nächstes Mal doppelt überlegen, ob ich wirklich am Abend vor einem Flug nochmal trinken werde.
Jetzt bin ich also wieder in Sydney. Wetter ist sehr angenehm, nicht so schwül und heiß wie in der Tropenstadt Cairns. Habe hier jetzt noch 4 Nächte bevor es nach Neuseeland geht.
Bis bald,

Max

Kategorien: Australien | 4 Kommentare

No car, no worries

Am 18. April war es dann endlich so weit.
Nach 15.000 gefahrenen Kilometern habe ich einen passenden Abnehmer für meinem roten Nissan Patrol gefunden. Der Preis den ich noch dafür bekommen habe, ist mehr als zufriedenstellend, wenn man bedenkt, dass das Auto auch nicht mehr ganz so rund gelaufen ist, wie vor einem halben Jahr, als ich es an gleicher Stelle gekauft habe.
Heute, Samstag, 20. April heißt es also endgültig Abschied nehmen von Sue und David, bei denen ich nochmal eine Woche untergebracht war.
Um 5 Uhr geht mein Flieger nach Cairns, wo ich eine Einladung von einem 55-jährigen Nudisten wahrnehmen werde, bei ihm zu wohnen für ein paar Tage. Bin gespannt was mich erwartet. Ziel meines Aufenthalts im Norden ist ein weiterer Besuch des Great Barrier Reefs, da mein erster Ausflug dorthin ja leider durch das schlechte Wetter und die daraus folgenden schlechten Tauchbedingungen etwas getrübt wurde. Ich erhoffe mir also nochmal am äußeren Riff tauchen gehen zu können.
Bis spätestens 1. Mai muss ich dann wieder zurück in Sydney sein, von wo ich Australien in Richtung Neuseeland verlassen werde.
Davor werde ich Euch aber sicher nochmal von meinen Taucherlebnissen, sowie der Begegnung mit einem Nudisten berichten.

Bis dahin,
Max

Kategorien: Australien, Brisbane | Schlagwörter: | 2 Kommentare

Whitsunday Island Segeltrip

Nach 3 Tagen segeln, haben wir wieder festen boden unter den Füßen.

Freitagabend, 5. April, ging es dann im Hafen von Airlie Beach, gemeinsam mit 30 weiteren Reiselustigen, an Bord der Anaconda III.  Nach einem kurzen Briefing und Vorstellung der Crew sind wir  endlich in See gestochen. Erstes Ziel war der Whitehaven Beach, wo wir den samstagsvormittag verbracht haben. Es wurde ein kostenloser Einführungstauchgang, für die ohne Taucherfahrung angeboten. Anschließend ging es dann auch für die lizensierten Taucher bei Hook Island unter Wasser.

Am nächsten Morgen wurden wir vom lauten Einholen des Ankers geweckt. Kurze Zeit später mussten wir dann auch unsere Koje verlassen, da uns kotzübel war. Der Plan des Skippers Paul war, zum äußeren Riff zu fahren. Allerdings hat er sich und das Boot damit etwas unterschätz. Wir hatten Pech mit dem Wetter und am heutigen Sonntag hat es besonders stark geregnet und gestürmt. Ich hatte am Abend zuvor ein paar Bier. Dies habe ich nach ein paar Minuten Fahrt direkt bereut. Ich war aber nicht der einzige, der seekrank wurde. Nach einigen zurückgelegten Seemeilen Richtung Riff, mussten wir dann leider umdrehen, da das Wetter immer schlechter wurde. So haben wir leider das äußere Great Barrier Reff nicht sehen können. Am Nachmittag waren wir wieder bei Hook Island schnorcheln. Es hat immer noch geregnet und es war als würde man in eine Badewanne steigen, als wir unter Wasser gingen.

Montagmorgen war ich dann ein zweites Mal tauchen. Auch diesmal war ich etwas enttäuscht. Die Sichtweite war, aufgrund des schlechten Wetters, nicht weiter als 6m. Zum Vergleich: In Indonesien war sie bis zu 25m weit. Nichtsdestotrotz haben wir tolle Korallengärten gesehen. Danach sind wir auch schon wieder nach Airlie Beach aufgebrochen. An jenem Montag war das Wetter dann auch wieder etwas besser und die Stimmung an Bord ist zum Abschluss der Tour nochmal gestiegen.

Abschließend kann man sagen, dass wir eine tolle Segeltour hatten. Leider wurde die Stimmung durch einen kompletten Regentag und dem damit verbundenen Nicht-Besichtigen des äußeren Riffs (weswegen wir eigentlich diese Tour gebucht hatten, da nicht viele Boote bis ganz nach außen fahren) etwas getrübt. Nichtsdestotrotz haben wir einige nette Leute kennengelernt und eine tolle Zeit gehabt.

Am Montag ging es dann für uns weiter südlich Richtung Rockhampton. Nach Dienstag und weiteren 700 zurückgelegten Kilometern, sind wir heute in Noosa Heads vorbeigekommen, bevor wir heute Abend in Brisbane angekommen sind. Nach 5 Wochen und 6000 zurückgelegten Kilometern verlässt mich Paula jetzt wieder. Abschließend kann man sagen, dass alles wie am Schnürchen geklappt hat und wir uns keinen besseren Trip hätten wünschen können.

Ab morgen bin ich also wieder alleine und muss einen Abnehmer für das Auto finden. Dafür bleiben mir 3 Wochen, bevor es am 1. Mail nach Christchurch, Neuseeland, geht. Morgen werden wir Sue, der Schriftstellerin, bei der ich vor knapp einem halben Jahr zusammen mit Damiano gearbeitet habe, einen Besuch abstatten. Dort wird es voraussichtlich für ein paar Tage Arbeit für mich geben.

Bis bald,

Max

Kategorien: Australien | 4 Kommentare

Eine turbulente Woche

Es liegt wieder einmal eine spannende Woche hinter uns.

Nach 5 Tagen Townsville, ging es Richtung Süden. Nach einer Nacht Bushcamping am Alligator Creek, führte die Reise dann zu den Whitsundays und deren bekanntestes Örtchen Airlie Beach. Wir wollten eine Tour buchen, um das Great Barrier Reef zu erkunden. Allerdings eine sehr schlechte Idee dieses Vorhaben während des Osterwochenendes bzw. Osterferien durchzusetzen. Airlie Beach war extrem überfüllt und wir sind zum 30km entfernten Dingo Beach „geflüchtet“. Doch davor haben wir dann doch noch eine Tour gebucht, die dann übrigens morgen, Freitag, 5.4. startet.

Doch zunächst einmal zurück zu Dingo Beach. Toller Strand und extrem relaxte Leute. Hier hat man Airlie Beach ohne die Touristenmassen, die von dem Hype dieses, speziell bei Backpackern beliebten, Dörfchens angezogen werden. Während einem Tag am Strand haben wir eine, wie eben erwähnte, so relaxte Hippie-Familie kennengelernt. Mittlerweile hab ich ein Näschen dafür, welche Leute man anzusprechen hat, wenn es um eine Campingmöglichkeit geht. Habe den guten Mann nach einem Campingplatz gefragt. In unmittelbarer Nähe gibt es keinen, meinte er. Nach einiger Zeit und einigen Dosen Bier kam er wieder auf mich zurück und hat uns angeboten, bei ihm auf dem Grundstück zu campen. Wunderbar! Nach einem netten Abend und Nacht bei ihm ging es tags darauf zum Cape Glouncester am Hideaway Bay. Hier haben wir abends direkt am Strand bei Sonnenuntergang gekocht. Danach ging es zurück zu unserem Freund und dessen Familie, bei der wir auch noch eine zweite Nacht bleiben durften. Als wir ankamen, waren sie nicht zu Hause, anscheinend noch im Pub unterwegs. Paula und ich im Tiefschlaf im Auto bei den Hippies im Garten. „Heyyyyyhooooooooo over there!!!!“, riss uns eine krächzende, schreiende Stimme (vergleichbar mit der einer Hexe) aus dem Schlaf. Es waren die Verrückten, die mit ihren Autoscheinwerfern direkt auf uns leuchteten und uns noch zu einem Bierchen eingeladen haben. Wir haben dankend verneint und verwirrt weitergeschlafen.

So hatten wir also noch eine knappe Woche zu überbrücken, bis unsere Tour startet. Wir wollten keine komplette Woche in Airlie oder Dingo Beach verbringen, also sind wir am Ostermontag weiter südlich gefahren, bis kurz vor Mackay und von dort aus ins Inland zum Eungella National Park. Eungella liegt auf einem großen Berg ca. 80km landeinwärts von Mackay. Auf diesem Weg haben wir Halt bei Finch Hatton Gorge, einem Wasserfall mitten im Regenwald gemacht und ein erfrischendes Bad genommen. Doch diese Strecke sollte mehr Stress mit sich bringen, als erwartet. Plötzlich fing der Motor an zu Klackern und Rattern. Ich dachte eher ich sitze auf einem Traktor als in einem Auto. Erst habe ich mir eingeredet, dass es die Geräusche auch schon vorher gemacht hat, aber auch der Benzinverbrauch nahm plötzlich zu. Dummerweise hatten wir gerade die letzte Tankstelle passiert. Inland gibt es keine weiteren Tankstellen mehr, nach diesem Punkt. Nach einem steilen Anstieg haben wir also das Örtchen Eungella erreicht. Der Wagen lief auf Reserve. Nächster Halt war Broken River, 4km von Eungella entfernt. Das wird das Auto noch mitmachen. Wir konnten ja nicht die Hauptattraktion dieser Region, Platypus, Schnabeltiere, die es nur in Australien gibt und dort auch nur sehr selten zu finden sind, außer Acht lassen. Danach nur noch schnell zu einem Campingspot und am nächsten Morgen einfach nur den Berg runter rollen lassen, das war der Plan. Doch dummerweise konnten wir diesen verdammten Campingspot nicht finden und haben so einen Umweg von 30km gemacht. Und das mit einem Auto, welches nicht rund läuft und fast kein Benzin mehr im Tank hat. Zurück in Eungella angekommen, haben wir auf einem netten Campingplatz übernachtet, um dann am nächsten Morgen hoffentlich die 20km entfernte Tankstelle im Tal zu erreichen. Die Platypus waren uns in dem Moment egal. Am Tag zuvor waren wir glücklos und haben keins dieser Tiere gesichtet. Die 4km nach Broken River, wo man sie am besten finden kann, waren uns zu riskant. Die Tankstelle haben wir also noch erreicht und es ging weiter nach Mackay, das Auto lief ja immer noch nicht rund. Wir mussten Hilfe holen. Der ADAC Australiens wurde gerufen. Während wir auf diesen gewartet haben, fährt mir so ein Aussie ins Auto, ich glaub es ja nicht!! Ich selbst habe es nicht gesehen aber Paula meinte, er sei mit 50 auf den Parkplatz um die Kurve gehackt, auf dem wir gestanden haben. Na super, Dankeschön! Gottseidank habe ich einen Stierfänger vorne dran ansonsten wäre meine Seite schön zerbeult gewesen. Der Aussie meint dann nur:“ Dazu ist die Bullbar doch da, um Schaden abzuwenden.“ Ja aber trotzdem ist die Bullbar zerkratzt weil du mir reingefahren bist. Aber natürlich, er würde mir etwas Geld als Schadensersatz geben, wenn er welches HÄTTE. Er bekommt erst am Mittwoch wieder Geld und dann überweist er mir was, ganz sicher. Wer‘s glaubt wird Seelig. Ich bin mal gespannt.

Lange Rede kurzer Sinn, der Auspuff hat ein Loch in der Nähe vom Motor. Der Mechaniker des ADAC hat uns an eine Werkstatt weitergeleitet. Diese haben das Teil, was ersetzt werden muss natürlich nicht auf Vorrat. Zudem ist es sehr kostspielig. Alles zusammen würde uns ca. 600$ kosten. 600$ sind mir eigentlich zu viel in ein Auto investiert, welches ich nur noch 3 Wochen fahre, bis zum Verkauf. Außerdem dauert es mindestens einen Tag, bis sie es bekommen, wenn es der Lieferant überhaupt hat. Sehr unsichere Auskunft, zumal wir ja wieder bis spätestens Freitag in Airlie Beach sein müssen, um unsere 3-Tages Tour nicht zu verpassen, die wir letzten Samstag gebucht hatten. Das Gute daran war, dass 2 Mechaniker dieselbe Ursache festgestellt hatten. Abends haben wir einen netten Platz zum Campen gefunden, mit Ausblick über Mackay. Wir wollten uns gerade ins Bett legen, da kommt ein Auto voller Aussies angefahren, um noch ein bisschen hier zu relaxen. Wir sind ins Gespräch gekommen und 2 von ihnen sind Mechaniker. Sie haben sich den Motor angeschaut und einer von ihnen hat uns die Adresse von der Werkstatt, in der er arbeitet gegeben, sein Boss könne uns helfen.

Am nächsten Morgen ging es also direkt zu jener Werkstatt. Sein Chef Gary war sehr hilfsbereit. Er hat uns an einen Auspuff-Spezialisten weitergeleitet. Dieser hat das Teil direkt geschweißt. 2 Stunden später konnten wir das Auto wieder abholen und es läuft wieder wie geschmiert. Außerdem war es auch noch die finanziell um Einiges günstigere Alternative. Dummerweise hat die erste Werkstatt das Ersatzteil schon bestellt… Wir haben jedoch nie gesagt, dass wir es von ihnen reparieren lassen wollen.

Nach einer weiteren Nacht in Mackay auf unserem besonderen Campingspot ging es heute wieder Richtung Airlie Beach. Zuvor haben wir bei den Cedar Creek Falls Halt gemacht, um ein weiteres Bad am Wasserfall zu genießen. Auch dieser Platz ist sein Besuch wirklich wert. Jetzt sind wir in Airlie Beach auf einem netten Campingplatz und haben noch eine Nacht auf Festland, bevor wir dann 3 auf hoher See haben werden. Am Montag sind wir wieder zurück und freuen uns sehr auf die bevorstehenden Tage.

Bis dahin,

Max

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Back in Queensland

Nach unserem 12-tägigen Trip durch das Outback, von Adelaide durch das rote Herz Australiens bis zur Ostküste Queenslands, sind wir dann gestern, 24.3. in Townsville QLD angekommen. Wir lassen Wildnis und unberührte Natur hinter uns und sind zurück in der Zivilisation.
Nach 4500 gefahrenen Kilometern durch die Hitze von Central Australia sind wir froh, endlich hier angekommen zu sein und nicht heute wieder mindestens 6 Stunden im Auto verbringen zu müssen, sondern einfach mal am Strand abzuhängen und nichts zu tun. Mit dem Auto hat auch alles reibungslos geklappt, keine Probleme. Falls jetzt irgendetwas damit sein sollte, ist Hilfe direkt um die Ecke und zu vernünftigen Preisen. Doch die mit Abstand größte Freude bereiten uns die nicht länger anwesenden Fliegen. Endlich können wir wieder draußen essen und uns ohne Moskitonetz bewegen.

Doch versteht mich nicht falsch, es war eine beeindruckende Erfahrung das australische Outback kennenzulernen, zumal man mit eigenem Fahrzeug,mit Allradantrieb, unterwegs war. Es gibt viele Wege, bei denen es empfohlen oder sogar Pflicht ist, ein 4×4 zu haben. Diese machen dann natürlich doppelt Spaß und sind eine gelungene Abwechslung zum eintönigen Highway. So ist es uns gelungen, das „wahre“ Outback kennenzulernen. Die Reisezeit war jedoch nicht die beste. Aufgrund der noch zu hohen Temperatur nachts (es kühlt ab bis knapp unter 20 Grad) überleben die vielen lästigen Fliegen (sie sterben bei einer Temperatur von unter 16 Grad), die einem den Trip wirklich vermiesen können, wenn man nicht vorbereitet ist. Ohne unsere Hüte mit Moskitonetz hält man es wirklich keinen Tag aus und der Urlaub wird zum Alptraum. Die empfohlene Reisezeit ist zwischen April und September, allerdings sind die beliebten Plätze und Attraktionen dann auch mit Touristen übersäht.

Townsville ist die größte Stadt in North Queensland mit 180.000 Einwohnern und liegt an der Ostküste, knapp 400 Kilometer südlich von Cairns. Uns gefällt es hier sehr gut, besonders die tolle, 2 Kilometer lange Strandpromenade. Baden kann man hier nur an ausgewählten Plätzen. Diese sind durch Fangnetzen abgesperrt, die gegen die gefährlichen Box Jellifish schützen.
Hier bleiben wir ein paar Tage, bevor wir weiter gen Süden reisen. Nächsten Ziel ist Airlie Beach, von wo wir dann hoffentlich, sollte sich das Wetter dort bessern, eine 3-tägige Segeltour am Great Barrier Reef machen werden.

Liebe Grüße,

Max

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