Barossa Slavery

Hier wird es nicht langweilig…
Habe gerade den Abgeordneten der Arbeiterpartei in seinem Büro besucht und, aufgrund eines Problems mit der Bezahlung meiner Arbeit in den Weinbergen für Jacky, vorgesprochen.
Aber hier die Geschichte von Anfang an.
Habe für diese Sklaventreiberin alias Jacky Schutz seit Freitag, 22. Februar gearbeitet. Laut eigener Angabe ist diese selbstständig und beschäftigt ausschließlich Backpacker, die für sie Trauben pflücken. Jacky also organisiert diese Arbeit und wird für die geernteten Trauben von so genannten „Contractors“ (Vertragspartner) bezahlt. Immerhin habe ich zu Beginn meiner Beschäftigung einen Stundenlohn von 15$ mit ihr ausgemacht.
Nach 6 Tagen und insgesamt 40 Stunden harter Arbeit in verschiedenen Weinbergen des Barossa Valley (Anfahrt auf eigene Faust, sprich hoher Benzinverbrauch im Wert von 70$) und mehrmaliger Nachfrage nach der Bezahlung hat sie mir dann mal 150$ in die Hand gedrückt (nach Abzug der Benzinkosten vielleicht 80$ reiner Gewinn nach 40 Stunden Arbeit). Dies geschah an meinem letzten Arbeitstag, Donnerstag, 28. Februar nach einem 10-Stunden Arbeitstag (die 150$ entsprechen also dem Lohn nur für diesen Donnerstag). Sie schuldet mir also 450$. Am Wochenende erfolgte keine Rückmeldung Jackys bezüglich Bezahlung oder weiterer Beschäftigung folgende Woche. Jedoch stehe ich mit weiteren Backpackern oder Wwoofern, die mit ihr arbeiten in Kontakt und weiß, dass Sonntag und Montag gearbeitet wurde, sie mich jedoch nicht kontaktierte.
Gestern, Montag, 4.3, habe ich sie also versucht zu erreichen. Dies hat nur über den Anruf bei Mehdi (französischer Wwoofer, der bei ihr beschäftigt ist) geklappt. Als Ausrede für meine Nicht-Berücksichtigung gab sie an, zu glauben, ich wäre auf Kangaroo Island (Insel nahe Adelaide). Jedoch habe ich dies niemals behauptet lediglich habe ich mit dem Gedanken gespielt dort noch einmal hinzufahren und sie um ein paar Tipps gebeten. Außerdem weiß sie, dass ich mit Mehdi (ihrem Wwoofer) von Samstag auf Sonntag in Adelaide unterwegs war, somit kann ich logischerweise nicht auf Kangaroo Island sein. Ich wollte wissen was mit meinem Geld ist und wollte ein Datum für die Auszahlung. Als Florian sie fragte warum sie Backpacker, die eine gültige Arbeitserlaubnis haben, versucht zu bescheißen, behauptete sie, der Empfang wäre schlecht und legte einfach auf. Daraufhin schrieb ich ihr folgende SMS:

Dear Jacky,

apparently our conversation ended abruptly, probably an other problem of connectivity. Anyway, I could connect very well with the other team-mates and they agreed that it would be nice from you to contact me before 9:00 am tomorrow so you’ve got the opportunity to explain in simple words and in writing (SMS will do) why it takes so long to pay weekly wages and give us now a date of payment. We know you are under extreme financial pressure, so we are but we’ve done our bit so should you.

Cheers, Max

Keine Antwort auf diese Nachricht… Also nächste Konsequenz:
Freitag habe ich im Pub ein junges Paar getroffen, denen ich von meinen Problemen mit Jacky berichtete. Ihr Vater arbeitet zusammen mit Tony Piccolo (Abgeordneter der Arbeiterpartei) zusammen und setzt sich für das Recht der Arbeitnehmer ein. Mit diesem habe ich mich also heute morgen getroffen und er hörte sich meine Geschichte schockiert an. Er hat nun alle wichtigen Details, sowie mein gültiges Visum und Arbeitserlaubnis. Er wird Jacky in Kürze kontaktieren und dann werden wir mal sehen wie es weitergeht.
Fakt ist, Jacky Schutz ist ein schwarzes Schaf im Kapitel „Barossa Valley“. Ihre Nummer wird vom Visitor Center des Barossa Valley an arbeitssuchende Backpacker weitergegeben (so habe ich ihre Nummer bekommen). Sprich, das Visitorcenter „unterstützt“ eine Sklaventreiberin, die darauf aus ist, Backpacker auszunehmen. Die meisten glauben, nichts gegen sie in der Hand zu haben und reisen einfach nach ein paar unbezahlten Arbeitstagen ab. Andere fertigt sie mit der Ausrede, sie habe noch kein Geld von den Contractors gesehen und ist ja sowieso pleite im Moment, ab. Sie würde in ein paar Tagen zahlen, sagt sie. Doch in ein paar Tagen reise ich ab… Mittlerweile schuldet sie unserer Gruppe mehr als 5000$.
Ich bin auf jedenfall sehr gespannt welches Ende diese Geschichte nehmen wird und hoffe, dass ich am Ende meine 450$ gezahlt bekomme und sie für ihren systematischen Ripp-Off an Backpackern zur Rechenschaft gezogen wird.

Bis dann,

Max

Edit: Habe eben mein Geld abgeholt. Und siehe da, sogar 100$ mehr bekommen als erhofft!! 😀

Kategorien: Vor Reisebeginn

Ein Trip duch’s Outback

Hallo allerseits,

ich melde mich aus der „Hauptstadt“ des australischen Outbacks: Alice Springs. Wir haben einen langen und abenteuerlichen Trip hinter uns gelegt, bei dem wir interessante Dinge gesehen und erlebt haben. Jetzt freuen wir uns aber auch mal wieder ein Stück Zivilisation zu haben. Hier können wir wieder unsere Ressourcen wie Lebensmittel und Benzin zu annähernd anständigen Preisen auffüllen. Beispielsweise gibt es hier mal wieder einen Supermarkt und der Liter Benzin kostet nicht mehr 2,20$ sondern „nur“ noch 1,60$. Zum Vergleich: In Adelaide zahlt man 1,35$.

Am Sonntag, 10.3. habe ich also Paula vom Flughafen in Adelaide abgeholt. Nach einer Nacht in der Haupstadt South Australia’s ging es zu meiner zweiten Heimat in Australien: Williamstown im Barossa Valley. Hier haben wir erstmal einen Helicopter Rundflug gemacht. War ein tolles Erlebnis. Anschließend habe ich Florian und Paula bekannt gemacht und es wurden noch einige Mitbringsel aus Deutschland an Florian übergeben. Dann war es auch schon wieder so weit: Es ging in den Pub! Florian musste ja den Neuankömmling Paula mit der lokalen Kultur bekannt machen. Nach und nach kam dann auch die lokale Trinkgemeinde dazu. Es wurde weiterhin versucht uns davon abzuhalten, die Tour durch das Outback Richtung Norden zu machen, es sei zu gefährlich. Wir haben einige Tipps und Adressen mit auf den Weg bekommen. Nach einer Nacht im Garten von Greenie (Florian hat uns empfohlen nicht bei sich zu übernachten, da seine Gattin nicht im besten Gemütszustand war) haben wir uns dann morgens schweren Herzen verabschiedet. Rob hat mir sogar ein T-Shirt vom Williamstown Pub und eine Kappe von Barossa Valley Helicopters als Souvenir mitgegeben, was mich sehr gefreut hat.

Am Dienstag, 12.3. ging also die große Reise los. Nach einer Einkaufstour durch die Nachbarstadt Gawler, ging es Richtung Hawker, die letzte Stadt vor den Flinders Ranges, einer der beliebtesten Nationalparks South Australia’s. Am nächsten Morgen sind wir in das Zentrum der Flinders Ranges aufgebrochen, Wilpena. Nach einer schönen Wanderung und anschließender Dusche haben wir Bushcamping im Nationalpark gemacht. Nachts wurden wir von schmatzende Kangurus und Wallibies geweckt, die offensichtlich neben unserem Auto auf Nahrung gestoßen sind. Hier ging auch der Ärger mit den Fliegen los. Wir dachten anfangs nur, dass liegt vielleicht hier an dem Campingplatz, doch je weiter wir uns nördlich bewegten, desto mehr Fliegen haben auf uns geklebt. Sehr nervig!! Die Hitze hat uns zwar auch zu schaffen gemacht, aber das haben wir erwartet. Die Temperaturen lagen bei Mitte 30°C.

Tags darauf führte die Reise über den berühmten Oodnadatta Track, der nur für 4 Wheel Drive-Fahrzeuge geeignet ist, da er nicht geteert ist. Berühmt deshalb, weil hier früher die Gleisen der Ghan Railway (erste Eisenbahn durch die Wüste Australiens) verliefen. Auf diesem Weg haben wir auch die Nacht verbracht, 50km vor der Opalstadt Coober Pedy, mitten im Nirgendwo. Weit entfernt von jeglicher Zivilisation.

Freitag morgens sind wir dann in Coober Pedy angekommen. Die meisten der ca. 4000 Einwohner leben hier, um nach dem wertvollen Opalgestein zu schürfen. Hier sieht es aus wie auf dem Mond. Nicht um sonst wurden hier einige Filme gedreht, die auf dem Mond spielen und Coober Pedy so berühmt machten. Nach einem kurzen Aufenthalt und Orientierung hier ging es aber weiter. Die unbefestigte Straße des Oodnadatta Track ließen wir hinter uns und folgten ab Coober Pedy, dem Stuart Highway (National Highway), der komplett geteert und in einem ausgezeichneten Zustand ist. Diesem Weg ist der Entdecker John Stuart erstmals gefolgt, als er die erste Entdeckungsreise 1858 durch das Outback gewagt hatte. Dieser Highway führt von Adelaide bis nach Darwin, ganz im Norden. Von Coober Pedy also ging es bis nach Erdlunda, von wo man links auf den Lassetter Highway abbiegt, von wo es nur noch ca. 280km bis zu DEM Wahrzeichen Australiens sind: Ayers Rock (Uluru). Doch bevor es soweit war, haben wir auf einem freien Campingplatz an einem Roadhouse (Curtin Springs), 80km vor dem Uluru übernachtet.

Samstag war es dann endlich soweit: Der Aufbruch zum 3km langen Sandstein Ayers Rock. Es ist wirklich beeindruckend, das erste Mal vor diesem Giganten zu stehen. Nach 25$ Eintritt pro Person für den National Park ging es dann nach einem Besuch im Culture Centre, zum Base Walk. Dieser Walk ist ca. 10km lang und führt einmal komplett um den Uluru. Es war wirklich sehr heiß, da es mittags war, als wir den Walk gemacht haben und auch die Fliegen waren mal wieder sehr aktiv. Gott sei Dank, haben wir uns mit Hüten mit Moskitonetzen in Coober Pedy eingedeckt. Dies hat sich als die beste Investition der Reise herausgestellt. Ohne Moskitonetze hält man es hier nicht aus, das ist einfach so. Man hat teilweise über 50 Fliegen auf seinem Kopf. Diese beißen zwar nicht, sind aber unglaublich nervig, insbesondere weil sie einem in alle Körperöffnungen reinfliegen. Ohne Hüte kann dieses Outback Abenteuer zu einem Alptraum werden. Wasserstellen gibt es hier genug. Man trinkt pro Stunde 1 Liter Wasser, insbesondere wenn man wandert. Es ist wirklich unglaublich heiß und trocken. Fliegen und Hitze sind Nachteile wenn man im März (Australischer Herbst) den Uluru, oder das Outback insgesamt besucht. Wartet man noch 3 Monate, ist es hier etwas kühler und es gibt nicht so viele Fliegen. Ein Vorteil ist jedoch die geringe Touristenzahl. Man kann ganz entspannt alles besichtigen und Fotos machen und sich mit anderen Touris um die besten Plätze streiten zu müssen. Der Eintritt für den Nationalpark ist für 3 Tage gültig, diese haben wir auch komplett ausgenutzt und 2 Nächte am Uluru verbracht.

Am folgenden Tag ging es zu den Kata Tjuta (Olgas), die ebenfalls in diesem Nationalpark liegen. Hier haben wir eine weiter tolle Wanderung absolviert. Am dritte und letzten Tag, wollten wir eigentlich den Aufstieg auf den Uluru bestreiten, dieser war jedoch zum dritten Mal in Folge gesperrt. Dieses Mal nicht wegen der Hitze, sondern wegen angeblich zu starker Winde. Dies ist der einzige negative Beigeschmack, den dieser Besuch hatte. Die Ranger wollen nicht, dass man den Uluru besteigt, da es einige Unfälle gab. 2010 starb ein Mann. Aber komplett sperren kann man den Aufstieg auch nicht, da sonst eine Vielzahl weniger Touristen diesen Ort besuchen würden.

Am Montag ging die Reise weiter Richtung Kings Canyon. Nach einer Nacht am nahegelegenen Campingplatz ging es morgens zum populären Kings Canyon Rim Walk. Der 6km lange Wanderweg führt über die Canyons und bietet tolle Ausblicke.

Am folgenden Tag, Dienstag, 19.3., ging es über die 4WD-Strecke des Mereenie Loop Richtung Glen Helen und den West McDonnel Ranges. Diese liegen direkt westlich von Alice Springs. Nach einer Nacht auf einer Raststelle ging es dann also heute morgen nach Alice Springs.

Hier werden wir über Nacht bleiben und uns etwas umsehen. Morgen früh geht es weiter, entlang dem Stuart Highway Nach Tennant Creek, von wo wir dann „rechts abbiegen“ können, und Richtung Ostküste aufbrechen werden.

Bis bald,

Paula & Max

 

 

 

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Bye Bye Williamstown

4 Wochen Williamstown, im Barossa Valley, neigen sich dem Ende zu. Habe eigentlich gar nicht damit gerechnet, so lange hier zu verweilen. Aber mir hat es doch sehr gut gefallen und ich habe einige nette Bekanntschaften gemacht und spaßige Abende mit Florian und Co. gehabt.
Durch meine beiden Jobs als Fruitpicker im Clare Valley und für Jacky hier im Barossa, sowie der 2-tägige Gartenjob bei dem Schotten Alex zuletzt, konnte ich sogar ein bisschen Geld für meine weitere Reise zurücklegen.
Auf den ersten Blick gibt es hier in Williamstown nicht viel zu sehen, doch die Dorfgemeinde ist schon einzigartig. Ich wurde hier sehr nett aufgenommen und bin auch fast schon ein Local. Zudem ist die Naturlandschaft des Barossas natürlich sehr schön. An dieser Stelle schon mal ein großes Dankeschön an Florian und seine Frau Vivian, die mich hier aufgenommen haben.
Ich freue mich jetzt aber, dass es weiter geht. Paula kommt nach Adelaide, heute Mittag werde ich sie vom Flughafen abholen.
Abgesehen von den Jobs war meine Zeit hier relaxed und entspannt, durch den abenteuerlichen Roadtrip ins Outback kommt jetzt wieder etwas Spannung und Adrenalin in die Reise. Es ist ein sehr langer und anstrengender Weg durch das „Rote Herz“ Australiens. März ist die Übergangszeit des australischen Sommers zum Herbst. Es ist nicht die optimale Reisezeit, da es tagsüber immer noch sehr heiß wird. Aber es ist auch nicht mehr ganz so heiß wie November bis Februar. Hier erlebt man dann halt Natur pur. Kaum Menschen, riesige Distanzen, Bushcamping am Lagerfeuer, Schlafen unter dem klaren Sternenhimmel, bin gespannt was uns erwartet und hoffe, dass das Auto hält 😉

Hier mal eine grobe Reiseroute auf der Karte.

Anschließend soll es wieder an die Ostküste gehen, zum bekannten Airlie Beach am Great Barrier Reef und, wenn es die Zeit hergibt, geht es rüber auf die Whitsunday Islands, zum berühmten White Heaven Beach. Von dort geht es dann im April die Küste entlang südlich nach Brisbane, wo Paula Australien wieder verlässt und ich mein Auto verkaufen muss, da es ja schon am 1. Mai weiter nach Neuseeland geht.

Bis dann, Max

PS: Hier noch ein paar Bilder meiner Zeit in Williamstown. Zum Verständnis: Florian ist selbständiger Steinmetz

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Erster Arbeitstag in Down Under

Hallo zusammen!
Melde mich nach eine anstrengenden Arbeitstag in den Weinbergen von Clarke und Gilbert Valley.
Um halb 4 heute morgen hieß es raus aus den Federn nach einem 3 Stunden Schlaf. Bin zurzeit einfach einen anderen Rhythmus gewohnt 😉
Um 5 Uhr wurde sich am Bahnhof in einem Vorort von Adelaide getroffen (ca 30km von Williamstown). Abgeholt wurden wir dann um halb 6 von 2 weißen Vans. Ich war der einzige Europäer unter den Asiaten, die sich hier so früh versammelt haben. Die meisten waren noch nicht mal in meinem Alter, geschweige denn Backpacker auf Durchreise. Viele ältere Frauen, die sich alle untereinander kannten. Also ging es erstmal auf eine 1,5 Stunden Fahrt in einem der Vans. Kein einziges Wort der angeregten Konversationen konnte ich verstehen. Zu Sonnenaufgang waren wir dann da und um halb 7 ging dann auch die Arbeit los. Die Vorgesetzten waren sehr überrascht mich als Europäer dort zu sehen.
Allerdings habe ich nicht mit dem Traubenschneiden angefangen, sondern musste bis zur Mittagspause die mit den Früchten gefüllten Eimer der Pflücker abholen und im Wagen sammeln, was um einiges anstrengender war, insbesondere bei der prallen Sonne und 35 Grad. Nach der Mittagspause wurde ich dann endlich erlöst und durfte dann auch Trauben ernten, was sehr gut ging und teilweise sogar Spaß gemacht hat. Um kurz vor 3 waren wir fertig. Alle Reben waren geerntet. Am Freitag werden wir bezahlt. Morgen geht es auf eine andere Rebe, allerdings weiß ich noch nicht wo. Bin wirklich mal gespannt wie die Abrechnung aussieht.
War auf jedenfall eine gute und spannende Erfahrung auch wenn das ganze natürlich nicht so mit rechten Dingen abläuft. Die Firma, die verantwortlich für die Traubenernte ist, stellt ein paar wenige ‚Subunternehmer‘ an, die offiziell bezahlt werden und gemeldet sind. Diese wiederum stellen dann weitere Asiaten (und mich) ein, die unter der Hand bezahlt werden. Jetzt weiß ich auch was Florian mit der Aussage, ‚die Traubenernte ist unter Hand der vietnamesischen Mafia‘ meinte. Habe meine Vorgesetzte auch noch nicht persönlich gesehen nur mit ihr am Telefon gesprochen. Am Ende der Woche wird es dann soweit sein…

Nach 3 Tagen Arbeit unter phillipinischer Führung wurde ich am letzten Freitag ausgezahlt. Seit Freitag arbeite ich hier im Barossa Valley direkt vor der Haustür sozusagen. Meine Chefin stellt nur Backpacker an. Die Arbeit läuft nicht so gut organisiert ab, wie unter asiatischer Hand. Es ist insgesamt etwas entspannter und ich habe nicht so eine lange Anreise bis zum Clare Valley

Liebe Grüße,

Euer Max

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Great Ocean Road

Helau allerseits!
Bin gestern nach einer drei-Tages-Tour (insgesamt gut 1000km) über die bekannte Great Ocean Road im Barossa Valley, genauer gesagt im 1500 Seelen Dorf, Williamstown (H), 50 nördlich von Adelaide, angekommen. Wurde hier von dem Steinmetz Florian, der vor 12 Jahren hierhin ausgewandert ist aufgenommen. Er lebt zusammen mit seiner Frau und 2 Kindern. Der Kontakt kam über Daniel Lantzsch zustande, der hier am Anfang seiner Australienreise 2 Wochen gelebt hat.
Die Tour hat allerdings nicht so toll angefangen, wie erwartet. Nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit mit Jedd, hat dieser seine Sachen gepackt und das Auto verlassen um den Rückweg nach Melbourne anzutreten. Waren schon 200km aus Melbourne raus und haben über Nacht in der ersten Stadt auf der Great Ocean Road, Torquay (B), die Gründungsstätte der Surfermarken QuickSilver und Ripcurl, übernachtet. Außerdem finden hier jährlich die bedeutendsten Surfwettbewerbe am bekannten Bells Beach, wo auch der Film „Tödliche Brandung“ gedreht wurde, statt. Torquay ist also unumstrittene Surferhauptstadt Australiens.
Da ich nicht alleine weiterreisen wollte, hab ich den Franzosen Ugo, mit dem ich ein paar Tage zuvor im Wilsons Prom war, gefragt, ob er nicht über die GOR nach Adelaide reisen will. Der nahm mein Angebot dankend an und war 3 Stunden später in Torquay. Zu zweit ging es von dort aus weiter nach Kennett River (C), wo ich das erste Mal Koalas in freier Wildbahn gesehen habe. Am nächsten Tag ging es über den wohl bekanntesten Ort der GOR, Apollo Bay, sowie das Cape Otway (D), wo der älteste Leuchturm des australischen Festlands steht, zu den Twelve Apostles (E), DIE Attraktion der GOR. Hier ist das ganze Jahr über unheimlich viel Betrieb und es ist sehr stressig zwischen den ganzen Touris, die sich um die Plätze für die besten Fotoaufnahmen streiten, den Blick und die Atmosphäre zu genießen. Nach einer Nacht im nächsten Ort Port Campbell (F) ging es über die Grenze nach South Australia zu dem Vulkanort Mount Gambier (G), der für seine beiden Vulkankrater berühmt ist. Der Blue Lake, in einem der Krater, hat in den Sommermonaten ein unglaublich intensiv blaues Wasser. Außerdem gibt es hier einige von Natur erschaffene Höhlen zu besichtigen. 400km lagen von hier aus noch vor uns die wir dann am nächsten Tag zurücklegten.
Jetzt habe ich hier noch 4 Wochen Zeit um diese Region, in der 21% des australischen Weins produziert werden, zu erkunden und vielleicht mit etwas Glück noch einen Job zu ergattern, wobei dies laut Florian sehr schwierig wird. Die Weingüter haben all ihre Mitarbeiter für die Weinlese, die Januar startet und ca 8 Wochen anhält, seit November zusammen. Außerdem ist dieses Jahr aufgrund ungewohnter Trockenheit kein gutes Erntejahr.
Naja mal sehen was sich ergibt, werde jetzt erstmal Adelaide erkunden.

Grüße in die Heimat,
Max

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Phillip Island und Wilsons Prom

Heute ging es wieder zurück nach Narre Warren, zu Jarred und Jedd. Vergangene Woche war sehr ereignisreich!

Am 31. Januar ging mein Kurztrip los runter Richtung Wilsons Promontory National Park. Jedd wollte in Melbourne bleiben also habe ich durch eine Internetanzeige den Franzosen Ugo getroffen, der mein Angebot für ein Platz im Auto dorthin gerne annahm. Zu zweit ging es erstmal zu einem kleinen Zwischenstopp auf Phillip Island. Besondere Attraktion hier ist die von 3 Millionen Touristen jährlich besuchte Pinguin Parade. Man kann einer Kolonie von zurzeit knapp 600 Zwergenpinguinen dabei zuschauen, wie sie gegen Sonnenuntergang aus dem Wasser kommen und in ihre Höhlen wandern. Das ist einzigartig in Australien. Tags darauf ging es wandern, an den Südzipfel der Insel entlang der Klippen bis hin zum höchsten Punkt, von wo man einen Überblick über fast komplett Phillip Island hatte. Besonderes Highlight hier war die Begegnung mit der einzigen Schlangenart auf Phillip Island – der Red Bellied Black Snake, einer sehr giftigen Art. Wir hatten echt Glück sie zu sehen, da man Schlangen nicht sehr oft zu Gesicht bekommt in freier Wildbahn. Außerdem haben wir dort Echidnas gesehen.

Nach 2 Tagen Phillip Island ging es weiter zum südlichsten Punkt des australischen Festlandes, dem Wilsons Promontory National Park. Während der Eiszeit, als der Meeresspiegel um einiges niedriger wahr, bildete diese Landzunge die Brücke nach Tasmanien. Die Eiszeit klang ab und der Meeresspiegel stieg aufgrund der Polschmelze. Nun trennt die 250km breite Bass Strait das Bundesland Tasmanien von Australien. Der „Prom“, wie der Park von den Australiern genannt wird, ist eigentlich „ein Muss für jeden Besucher Victorias“ – so viele Australier.

Die Natur ist einfach wahnsinnig schön hier. Es gibt viele Berge und traumhafte Strände. Die meiste Zeit sind wir gewandert und konnten einige Naturschauplätze bestaunen. Aber seht später selbst anhand der Bilder. Am zweiten Tag haben wir eine Gruppe Deutscher getroffen, die uns 2 Tage lang begleitet haben. Die meisten Wanderungen gingen von der einzigen „Stadt“ im Prom aus – Tidal River. Hier haben wir auch die Nächte auf dem Campingplatz verbracht. Ansonsten gibts hier noch ein Informationshäusschen und einen kleinen Shop. Besonderes Highlight hier war die zweite Wanderung zum 580m hohen Mont Oberon (Bei der ersten Wanderung hat das Wetter so schnell gewechselt, sodass es, als wir am Gipfel angekommen, angefangen hat zu regnen und wir somit mitten in der Wolke gestanden und nichts gesehen haben.). Weiteres Highlight war mein Beinahe-Tritt auf eine Schlange, die ich dummerweise nicht gesehen habe.  Hab meinen Fuß nur einige Zentimeter neben ihren Kopf  platziert, wie es mir Ugo danach gesagt hat. Gottseidank war sie anscheinend genauso perplex wie ich und hat sich erstmal nicht bewegt. Mit einem ruckartigen Sprung zurück konnte ich dann der Situation entkommen. Drittes Hightligt: Hatte heute morgen fast meinen Roadkill Nummer 1 zu verzeichnen. Konnte aber gerade noch so bremsen bevor mein Kühlergrill ein vorbeihupfendes Kangoroo erfasste. Auch hier wirklich nur Zentimetersache. Danach bin ich nur noch 60 gefahren. Hab 3 Kreuze gemacht, als wir aus dem Naturpark raus waren. Hier gibt es übrigens auch Wombats im Überfluss. Diese wandern oft ganz gemächlich über den Campingplatz und sind offenbar schon ziemlich an den Menschen gewöhnt.

Joa, das war meine Woche im Schnelldurchlauf. Sind jetzt wie gesagt wieder in Narre Warren, wo wir eine Nacht bleiben. Morgen gehts dann wieder mit Jedd weiter über die Great Ocean Road nach Adelaide. Berichte folgen dann wieder! Bis dahin,

Euer Max

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Big Day Out!

Gestern, am nationalen Feiertag Australiens, dem Australia Day, war es dann endlich soweit: Der Big Day Out, das größte Musikfestival Australiens stand vor der Tür. Das Event, auf das ich schon seit einiger Zeit hingefiebert habe.

Gegen 12 Uhr kamen wir am Flemington Racecourse in Melbourne, wo das Event um 11 Uhr gestartet ist, an. Die Bahn war überfüllt mit Menschen. Insgesamt wurden ca. 50.000 Tickets verkauft. Das Festivalgelände war riesig groß und es gab insgesamt 6 Bühnen auf denen verschiedene Künstler aufgetreten sind. Das Highlight waren natürlich die Red Hot Chili Peppers ganz am Ende des Tages. Im Hintergrund konnte man währenddessen das Feuerwerk, was anlässlich des „Geburtstages“ Australiens über der Skyline Melbourne abgefeuert wurde, bestaunen. Weitere Highlights waren B.O.B. (Beautiful Girls), sowie der Aussie Rapper 360 und die, ich glaube erste Band bestehend nur aus Robotern, „Compressorhead“, mit einem vierarmigen Schlagzeuger.

Ich war mit Jarred, bei dem wir im Moment untergebracht sind, unterwegs. Er hat sich kurzfristig noch ein Ticket besorgt. Jedd wurde kurzfristig krank und konnte deshalb nicht mitkommen.

Der Plan für die kommende Woche ist ein Trip nach Philip Island, sowie Wilsons Promontory National Park (der südlichste Punkt des australischen Festlands). Danach geht es dann über die Great Ocean Road nach Adelaide, der Heimat von meinem Partner Jedd. Vielleicht finden wir hier ein bisschen Arbeit für ein paar Wochen, bis es dann im März endlich ins australische Outback geht 😉

Hier noch ein paar Bilder vom Big Day Out,

peace

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Endlich Melbourne

Hallo zusammen!
Vor vier Tagen haben wir unser Ziel Melbourne erreicht. Hier erstmal unsere Route zur Orientierung.
Doch bevor es soweit war, ging es durch Canberra (B), die Hauptstadt Australiens, in der wir nochmal 2 Tage nach dem Abenteuer in den Blue Mountains (A) verbracht haben. Hier gibt es wirklich einiges zu sehen: von Kriegsdenkmal über das National Museum of Australia bis hin zum Parlament. Und das Beste: Alles ist gratis! 2 Tage Kultur waren wirklich mal eine schöne Abwechslung.
Auf dem 700km langen Weg von Canberra nach Melbourne haben wir auf halber Strecke einen Stopp in Albury (C), genau an der Grenze (die der Strom des Murray Rivers bildet) von New South Wales und Victoria gemacht. Temperaturen über 40 Grad und die daraus folgenden Buschbrände, aufgrund derer wir wegen Highwaysperrungen einige Umwege auf uns nehmen mussten, haben diese Fahrt zu der mit Abstand anstrengendsten gemacht. Nach einer Nacht Camping am Fluss haben wir diesen dann am nächsten Morgen überquert und prompt waren wir in einem neuen Bundesstaat. So schnell geht das.
Jetzt sind wir also endlich in Melbourne. Genauer gesagt befinden wir uns in einem Vorort namens Narre Warren (E), ca. 50km südlich der Hauptstadt des Bundesstaates Victoria. Hier wohnt Jerred (22) ein alter Arbeitskollege Jedds mit seiner Schwester, Mutter Lynn und deren Partner Deas. Wir wurden sehr nett hier aufgenommen und können laut den Hausherren die nächsten Wochen hier verbringen. Deas ist Metzger und demnach liebt er Fleisch, bekommt es sehr günstig und verköstigt uns Abends mit MASSEN an Essen. Jedd und ich sind damit beschäftigt einen Job zu finden. Haben jetzt schon bei sämtlichen Vermittlungswebseiten ein Profil erstellt und viele Anrufe getätigt. Am Dienstag können wir uns als Gärtner ein bisschen Taschengeld dazu verdienen, aber eine langfristige Lösung ist das natürlich nicht. Deas kann uns, wenn wir Glück haben, an einen lokalen Farmer vermitteln, der Fruitpicking Jobs anbietet und angeblich 1000$ die Woche auszahlt. Das wäre natürlich super wenn das klappt. Wir werden schon was finden. Am Freitag waren wir in Melbourne City (D). Wirklich eine tolle Stadt. Die Atmosphäre ist trotz Großstadt sehr entspannt, was sehr angenehm ist. Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Gestern hat sich Jedd aus Langweile ein Tattoo mit dem Amateurequipment von Jerred gestochen. Ich war dabei sein Assistent und durfte immer die Farbe wegwischen. Das Ergebnis ist gar nicht soo schlecht. Hier ein paar Bilder.

Ich wünsche Euch einen entspannten Sonntag, hier schlafen alle noch.
Bis dann, Max

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Ein guter Start ins neue Jahr

So Leute ich bins mal wieder.

Melde mich gerade vom Federal Highway. Bin mit dem Australier Jedd auf dem Weg nach Canberra, nachdem wir ins neue Jahr mit einem tollen Trip in die Blue Mountains, 100km westlich von Sydney gestartet sind (hier die Route zum Überblick).
Während unseres Aufenthalts zwischen den Jahren bei Dan hab ich einen Deutschen namens Vasco kennengelernt, der uns auf die Idee gebracht hat, in den Blue Mountains nochmal ein Zwischenstopp zu machen, bevor es nach Canberra geht. Nach kurzer Überlegung haben wir das dann auch gemacht und sind am 3. Januar aufgebrochen und haben uns abends in Katoomba ((B),“Hauptstadt“ der Blue Mountains) mit Vasco und seiner Gefährtin Tamara getroffen. Nach einer Nacht am Waldrand haben wir am nächsten Tag direkt mit einer Wanderung in den Bergen begonnen. Die Landschaft hier ist einfach nur atemberaubend schön. Über den Bergen liegt ein blauer Nebel, verursacht durch von den Eukalyptusblättern ausgestoßene Stoffe. Abends haben wir uns ein nettes Camp direkt im Wald eingerichtet. Neben unserem Auto haben wir eine Art Zeltdacht befestigt unter dem die beiden Deutschen auf Matratzen geschafen haben.
Das Highlight war dann jedoch die Wanderung mit Vasco am vorletzten Tag. Nach einer anstrengenden Klippenwanderung entlang der bekannten Three Sisters mit tollen Ausblicken ging es bis zu einem Wasserfall direkt an den Klippen unter dem wir uns geduscht und unsere Wasservorräte aufgefüllt haben. Das war womöglich der tollste Ort an dem ich jemals war. Einfach nur wahnsinn!! Aber seht selbst auf den Bildern!

Jetzt befinden wir uns circa 200 km vor Canberra und werden dort gegen Nachmittag eintreffen. Die Stadt schauen wir uns an und morgen geht es auch schon weiter ins von hier aus 800km entfernte Melbourne wo wir dann schnellstmöglich Arbeit finden wollen.

Also bleibt dabei 😉

Liebe Grüße, Max

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New Years Eve in Sydney

Hallo Freunde,
pünktlich zum Jahreswechsel melde ich mich mal wieder. Es gibt echt eine Menge zu berichten. Die letzten Wochen waren sehr intensiv und ich hatte kaum Zeit euch all das Erlebte mitzuteilen.
Doch zu allererst wünsche ich Euch ein gutes neues Jahr und hoffe, ihr hattet einen guten Rutsch!
Eine Freundin von Daniel hat uns Freikarten für New Years Eve am Sydney Habour organisiert. Wir hatten den besten Blick auf die Habour Bridge, auf der die meisten Feuerwerkskörper in der Silvesternachtin die Luft gejagt wurden, sowie Opera House und die Skyline von Sydney.
Wir hatten echt eine tolle Zeit zusammen.
Daniel fliegt morgen wieder Richtung Heimat und ich werde mit seinem bisherigen australischen Reisekameraden Jedd weiter reisen. Damiano wird in Sydney bleiben und wohl schon vorzeitig die Heimreise antreten. Zurzeit leben wir bei Dan, dem Bierbrauer, bei dem ich schon zu Beginn meiner Zeit in Australien leben durfte.
Heute wurde Daniels Auto, was Jedd gekauft hat, vom Schrotthändler abgeholt. Er hat immerhin noch 300$ dafür bekommen. Aber das Auto war total am Ende, mehr hätte man da nicht mehr rausholen können. Und so geht die Reise morgen mit dem etwas „aufgepimpten“ Nissan Patrol weiter. Durfte das Equipment aus dem alten Land Rover von Daniel und Jedd übernehmen. Jetzt habe ich sogar endlich mal ein Navi und ne anständige Soundanlage. 😉
Morgen geht es mit meinem neuen „Travelmate“ in die westlich von Sydney gelegenen Blue Mountains wo wir wohl einige Wanderungen machen und tolle Ausblicke genießen werden. So sieht man mal wieder was vom Land und hat wieder mal einen guten Ausgleich vom zuletzt gut ausgeprägtem Partyleben. Hauptziel bleibt weiterhin Melbourne, was nach einem Zwischenstopp in der Hauptstadt Canberra angesteuert wird.

Liebe Grüße nach Hause!
Max

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Kategorien: Australien, Sydney | Schlagwörter: , , | Ein Kommentar

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